Und wieder einmal stellt mit Gamasutra eine Plattform die große Frage, welchen Weg die Entwickler von MMOGs in Zukunft künftig beschreiten werden. Wird man Online-Spiele künftig allesamt kostenlos im derzeit erfolgreichen free-to-play Geschäftsmodell spielen können, mit optional zu erwerbenden Zusatzinhalten - oder ist die monatliche Gebühr über alle anderen Modelle erhaben?

Zu Wort kommt John Smedley, CEO von Sony Online Entertainment, der mit dem kommenden MMOG The Agency auf eine kostenlose Variante setzt. 'Freemium' nennt er das. Man spielt kostenlos, kann aber einer Art Club beitreten, um mehr Inhalte zu bekommen. Für Smedley liegt die Zukunft klar bei freien Games.

Anderer Ansicht ist da Mark Jacobs von EA Mythic, der mit Warhammer Online: Age of Reckoning mittlerweile über 700.000 Beta-Registrierungen zählen kann und der kostenlosen Konkurrenz eine klare Absage erteilt:

"Die Jungs von der Microtransaction sagen, sie seien erfolgreicher. Oh wirklich? Ich finde es eher unaufrichtig, wenn Publisher immer davon reden, wie viele Menschen ihr Spiel spielen, aber dabei nie verraten wollen, wie viel Geld dabei rumkommt."

Fest steht: Nie zuvor befanden sich so viele MMOGs in der Entwicklung wie derzeit. Für beide Geschäftsmodelle sind Top-Titel in der Produktion. Wer das Rennen macht, ist noch nicht abzusehen, doch nicht zuletzt dürfte auch in Zukunft die Qualität der Spiele maßgeblicher über Erfolg oder Misserfolg entscheiden als die Frage, wer dem Publisher sein Geld wann wofür im Einzelnen zukommen lassen wird.