Es scheint ein sich fortsetzender Trend zu sein, Onlinespiele kostenlos anzubieten und stattdessen Geld für virtuelle Gegenstände zu verlangen. Immerhin lassen sich damit Millionen verdienen.
Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar, Everquest 2 sind demnächst kostenlos verfügbar – und sogar bei World of Warcraft hat man zumindest schon einmal darüber nachgedacht. Das „Farmville-Modelle“ für die Finanzierung von Onlinegames ist in aller Munde. Und das mit Erfolg.

Statt einer Monatsgebühr, die bei den meisten Spielen ca. 14,95 Euro beträgt, werden die Spiele selbst kostenlos zur Verfügung gestellt. Das lockt Kundschaft an – vor allem jene Spieler, die von einer monatlichen Gebühr zunächst abgeschreckt sind, weil sie sie für zu teuer erachten. Statt einer Monatsgebühr müssen die Spieler dann aber für spezielle Gegenstände im Spiel gesondert bezahlen.

Das Modell ist nicht neu und auch nicht von Zynga, dem Publisher von FarmVille, erfunden worden. Vielmehr stammt es ursprünglich aus Asien, wo sich die Entwickler gegen Softwarepiraterie wehren wollten. Letztes Jahr wagten Warner Bros. Den Schritt zum f2p-Gaming mit Dungeons & Dragons Online: Eberron Unlimited und konnte dadurch sowohl die Nutzerzahlen erhöhen als auch die Umsätze steigern.

Allein in den USA wird sich der Umsatz, der mit virtuellen Gegenständen gemacht wird, auf 1,7 Milliarden Dollar belaufen. Das ist ein krasser Gegensatz zu den 15% Minus, mit denen die Spieleindustrie ansonsten zu kämpfen hat.

Wir können also getrost erwarten, dass noch weitere Onlinegames den Schritt zum free-to-play Game machen werden. Denn hier scheint der Topf voll Gold zu stehen, nach dem die Industrie beständig sucht.