Spieler, die sich unlauterer Mittel und Werkzeuge bedienen, um sich Vorteile in virtuellen Welten zu beschaffen, sind der ehrbaren Spielerschaft längst ein Dorn im Auge. Ursächlich für alles Übel sind aber letztlich die Entwickler solcher Software, die ihrem unschönen Tagewerk bislang unbehelligt nachgehen konnten. Jetzt allerdings bekommen Spieler Hilfe von unerwarteter Seite.

MMOG - Gericht legt Bot-Entwicklern das Handwerk

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Rechtsanwalt Dr. Andreas Lober profitierte in dem Prozess von seinen Branchenkenntnissen.
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So hat das Landgericht Hamburg am 09. Juli den Schöpfern eines solchen Bots in der ersten deutschen Gerichtsentscheidung überhaupt zu diesem Thema per einstweiliger Verfügung verboten, ihr Manipulationsprogramm weiterhin anzubieten.

Dadurch, dass ihr Produkt einen Schleichweg zu ansonsten kostenpflichtigen Funktionen eines fremden Spiels eröffnete, beuteten die Bot-Anbieter den Ruf des Spielbetreibers zu ihrem eigenen Vorteil aus, urteilte der Hamburger Richter und stellte fest, dass die Manipulationen zumindest teilweise geeignet waren, dem Spielbetreiber finanziell das Wasser abzugraben. Bei dem Titel handelt es sich um ein Spiel, das auf Itemshop und kostenloser Spielbarkeit basiert.

Vertreten wurde der Publisher von Rechtsanwalt Dr. Andreas Lober der vor seiner juristischen Karriere 15 Jahre lang als Spielejournalist tätig war und offensichtlich in der Lage war, den Richter ausreichend in die Materie einzuweisen.