Der Handel mit MMOG-Accounts und virtuellen Reichtümern boomt. Und wo Goldgräberstimmung herrscht, sind auch die kriminellen Elemente meist nicht weit. Nach Einschätzung von Experten sind über 10.000 Webseiten in den letzten Wochen manipuliert oder infiziert worden, um die Account-Daten der Spieler abzufangen.

Die infizierten Seiten sehen dabei nicht anders aus als vorher - allerdings leitet ein kleiner Code in JavaScript den Browser der Besucher direkt in die Fänge eines chinesischen Servers, der einen sogenannten Keylogger auf dem Rechner platziert. Der fängt die Log-In-Daten ab. Die Kriminellen gelangen ins Spiel, plündern die Charaktere und verkaufen das Diebesgut über einschlägige Plattformen.

Angesichts zahlreicher Neuerscheinungen rechnen Experten damit, dass eine neue Hack-Welle bevorsteht. MMOG-Spieler sollten daher Browser und Viren-Scanner auf den neusten Stand bringen, ihre MMOG-Account-Passwörter keinesfalls auf Webseiten einsetzen und auch ihr Geburtsdatum für sich behalten.