Mit Warhammer Online: Age of Reckoning ist es Mythic Entertainment offensichtlich gelungen, wieder etwas Bewegung in die Branche zu bringen. Selbst Zeitschriften wie die Washington Post beschäftigen sich wieder mit dem 'Phänomen MMOG' und haben die Entwickler des großen World of Warcraft Konkurrenten zum Gespräch gebeten.

Mark Jacobs nutze die Gelegenheit und spricht über seine Erfahrungen mit der Branche. In den letzten elf Jahren, so glaubt er, hätten es weniger als zehn Titel zu einem gewissen finanziellen Erfolg gebracht. Die Zahl der Flops hingegen sei weit größer.

Frank Gibeau, Präsident von Publisher EA Games, bestätigt diese These und ergänzt: "Die Spieleindustrie kratzt gerade erst an der Oberfläche des Möglichen." Für Gibeau ist das Scheitern vieler MMOs auf mangelnde Qualität zurückzuführen. Das könne dem eigenen Titel nicht passieren, denn: "Wir haben das erste Qualitäts-MMO seit World of Warcraft veröffentlicht", erklärt der Firmenchef feierlich.

Gerade bei MMOs zeigt sich der Erfolg allerdings erst nach Ablauf der im Kaufpreis enthaltenen Spielzeit, denn angesichts der 50 Millionen Dollar Entwicklungskosten, die man laut Jacobs in ein gutes MMO stecken müsse, wird auch Warhammer Online erst durch die monatlichen Gebühren in die Gewinnzone kommen können. Und der Vorsprung, den Blizzard Entertainment in dieser Hinsicht hat, ist noch immer beachtlich.