Was gäbe so mancher Fan von Onlinespielen wie World of Warcraft oder Warhammer Online: Age of Reckoning dafür, als Gamemaster durch die virtuellen Lande zu toben und dafür auch noch bezahlt zu werden. Doch hält der 'Beruf GM', der gemeinhin als beste Einstiegsmöglichkeit in die Unterhaltungsbrache gilt, wirklich das, was die Stellenanzeigen oft versprechen? Ein ehemaliger Mitarbeiter von Mythic Entertainment packt aus:

MMOG - Aus der Traum - vom Aufstieg und Fall eines Gamemasters

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 21/231/23
Das Tor zum Glück oder eine berufliche Sackgasse? Der ehemalige WAR GM Jeremy Monken berichtet von seinen Erfahrungen in der Branche.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Dabei, so erzählt Jeremy Monken in seinem Bericht, schien alles so perfekt und anfangs lockte die Macht eines GM, die einen zu so etwas wie einem "Agenten in der Matrix" macht.

Doch diese Macht ist eben an die Matrix gebunden und konnte nicht verhindern, dass Blizzard Entertainment kurz darauf mit der Erweiterung World of Warcraft: Wrath of the Lich King den Markt einmal mehr neu definierte und Mythics Büros damit immer leerer wurden, denn die Spielerzahl fiel von ursprünglich 800.000 auf erschreckende 300.000 und damit wurde die Mehrzahl der Gamemaster überflüssig.

MMOG - Aus der Traum - vom Aufstieg und Fall eines Gamemasters

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 21/231/23
Kundenansturm zum Release des Lich King - der Erfolg von WOW kostete manchen Mythic-Mitarbeiter den Job.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Hinzu kam, trotz darauf stabilisierter Spielerzahlen, bald die Anordnung von Mutterkonzern Electronic Arts, weitere Stellen zu streichen und damit traf es auch Jeremy Monken.

Der besucht heute noch ab und zu privat die Welt von WAR, glaubt aber nicht, dass die Abozahlen jemals wieder den alten Stand erreichen werden. Und auch wenn sein Insiderbericht bisweilen etwas wehmütig klingt, so scheint er doch von einer Karriere in der Spieleindustrie die Nase vorerst voll zu haben.