Misssion Impossible: Operation Surma (GameCube-Test)
(von Patrick Streppel)

Ethan Hunt ist wieder auf geheimer Mission: Ataris Mission Impossible: Operation Surma verarbeitet die erfolgreiche Kino-Reihe mit Tom Cruise zu einem Schleich-Abenteuer der Marke Splinter Cell - kriegt Sam Fisher Konkurrenz?

Bereits in den 80ern führte das Team der IMF in der TV-Serie "In geheimer Mission" brisante Aufträge im Sinne des Weltfriedens durch, doch erst Brian DePalmas Kinostreifen "Mission Impossible" machte aus der Ensemble-Serie ein Agentenaben-teuer im Stil eines James Bond.

Mission Impossible - Operation Surma - Mission Impossible : Operation Surma Movie 2Ein weiteres Video

Mission Impossible - Operation Surma - Action-Nachschub für den Cube!

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Nach Verrat und Intrigen blieb Tom Cruise als einziger Darsteller am Leben, nur um von Action-Experte John Woo im zweiten Teil zum Super-Agenten aufgebaut zu werden: Verfolgungsjagden, Kung-Fu und dicke Explosionen zogen Filmfans in die Kinos. Doch während das erste Mission Impossible-Spiel bereits Mitte der 90er für Konsole erschien, verschwand der Nachfolger in der Versenkung. Erst zwei Jahre nach dem Kinostart erscheint mit "Operation Surma" ein Lizenz-Titel, der mit der Filmvorlage "Mission Impossible 2" so gar nichts mehr zu tun hat.

Onkel Sam
Atari nutzte vielmehr die starke Film-Lizenz um aus dem actionreichen

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Agenten-Abenteuer ein Schleich-Spiel der Marke Splinter Cell zu kreieren - bei dem Erfolg des Originals nicht verwunderlich. Für die Umsetzung verantwortlich zeichnet sich Paradigm Entertainment, das Team hinter "Terminator: Dawn of Fate". Doch keine Bange, die Entwickler haben seitdem kräftig dazugelernt. Spielerisch orientiert sich "Operation Surma" klar am Vorbild: Sie steuern Hauptdarsteller Ethan Hunt aus der 3rd-Person Perspektive, wobei Sie die Kamera frei drehen können. Hauptaugenmerk liegt denn auch freilich nicht auf schnellen Reflexen oder gutem Zielen, sondern vielmehr auf einem wohl überlegten, vorsichtigen Vorgehen.
Zumeist müssen Sie unbemerkt durch die Level gelangen, Gegner meiden oder lautlos ausschalten. Das Spieldesign ist allerdings nicht ganz so streng (und auch nicht ganz so schwierig) wie bei Splinter Cell: Entdeckt Sie ein Gegner und schaffen Sie es nicht, ihn vor erreichen des Alarmknopfs abzufangen, bleibt Ihnen noch Zeit, den entsprechenden Entschärfungsknopf zu drücken- diese Sekunden sind jedoch zugleich die spannendsten Momente des Spiels. Neben geübtem Zielen und vorsichtigem Anschleichen erweist sich vor allem Ihr Equipment als hilfreich, das durchaus von Meister Q stammen könnte: So hacken Sie sich in Computer und Sicherheitssysteme ein, zapfen drahtlos Überwachsungs-kameras an, blicken dank Thermo-sicht hinter verschlossene Türen oder fotografieren interessante Objekte. Diese und viele andere Gimmicks kennen wir zwar schon von anderen Titeln, die Umsetzung ist Atari aber besonders geglückt. Ethan Hunt kann sich wie Kollege Fisher an Rohren entlang hangeln, von oben herab auf Gegner springen und verfügt wie James Bond über einen Greifhaken zum hochziehen sowie eine Brille um Laserfallen zu erkennen - nur der Titelheld des Spiels kommt uns so gar nicht bekannt vor.

Distanz zu Hollywood
Nach dem Kovergenz-Wunder Enter the Matrix und dem miserablen Terminator 3 konnte man auch für Operation Surma auf das nötige Film-Flair hoffen, doch mit der großen Leinwand hat das Spiel erschreckend wenig zu tun: Die neue Story ist nicht wirklich spannend, die Zwischense-quenzen sind bloßer

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Durchschnitt und der Hauptcharakter hat mit Kino-Darsteller Tom Cruise nicht mal die Frisur gemein. Obwohl die Titelmusik auch im Spiel abgemischt wird, Präsentation und Gimmicks an den Film erinnern und auch einige Nebendarsteller zurückkehren, will Atmosphäre nicht so richtig aufkommen.

Vielleicht hätten Original-Szenen aus Mission Impossible 2 sowie Aussehen und Stimme des Stars nicht gleich Wunder bewirkt, verdient hätte es der Titel aber in jedem Fall.

Denn im Gegensatz zu den meisten Lizenz-Titeln ist Operation Surma auch im Kern ein durchweg solides Spiel. Mission durchschnittlich Solide, aber nicht atemberaubend, das gilt für nahezu jedes Element: Die Missionen sind anspruchsvoll, bieten jedoch wenig neues. Die Steuerung geht gut von der Hand, ist wie das Core-Gameplay aber auch schon hinlänglich bekannt - Innovationen sucht man vergebens. Die Grafik ist in jeder Disziplin nett, sticht jedoch nicht aus der Masse hervor und muss sich sowohl Splinter Cell 2 als auch James Bond: Alles oder Nichts geschlagen geben. Apropos: Fahreinlagen wie beim neuen 007-Abenteuer hätten vielleicht Pepp in den Titel gebracht. "Mission Impossible: Operation Surma" ist seit Dezember für PS2 und Xbox erhältlich und erscheint dieser Tage für den Game Cube. Wie üblich ist die Microsoft-Fassung die hübscheste, gefolgt von Nintendo. Große Unterschiede gibt es jedoch nicht, so dass alle Versionen zufrieden stellen sollten. Positiv ist da auch der Preis, der vielerorts bei schlappen 30 Euro liegt. Mission durchschnittlich Solide, aber nicht atemberaubend, das gilt für nahezu jedes Element: Die Missionen sind anspruchsvoll, bieten jedoch wenig neues. Die Steuerung geht gut von der Hand, ist wie das Core-Gameplay aber auch schon hinlänglich bekannt - Innovationen sucht man vergebens. Die Grafik ist in jeder Disziplin nett, sticht jedoch nicht aus der Masse hervor und muss sich sowohl Splinter Cell 2 als auch James Bond: Alles oder Nichts geschlagen geben. Apropos: Fahreinlagen wie beim neuen 007-Abenteuer hätten vielleicht Pepp in den Titel gebracht. "Mission Impossible: Operation Surma" ist seit Dezember für PS2 und Xbox erhältlich und erscheint dieser Tage für den Game Cube. Wie üblich ist die Microsoft-Fassung die hübscheste, gefolgt von Nintendo. Große Unterschiede gibt es jedoch nicht, so dass alle Versionen zufrieden stellen sollten. Positiv ist da auch der Preis, der vielerorts bei schlappen 30 Euro liegt.