So wie es aussieht, hatte Mojang ABs Chef Markus 'Notch' Persson gar kein laufendes Minecraft-Projekt für Oculus Rift am Start, das er hätte canceln können.

Minecraft - Hatte Markus Persson gar keine Oculus-Version in Entwicklung?

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Persson wollte höchstens eine kostenlose Promotion-Demo entwickeln
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Als diesen Mittwoch die überraschende Meldung die Runde machte, dass sich Facebooks CEO Mark Zuckerberg wieder auf Shoppingtour begeben hatte, und dieses Mal Oculus VR, den momentan heißesten VR-Headset-Entwickler für den Verbrauchermarkt für satte 2 Milliarden Dollar unter den Nagel gerissen hatte, spaltete dies die Netzgemeinde auf in Befürworter, die den nicht unerheblichen finanziellen Spielraum sehen, der sich nun für Oculus VR auftut und Kritiker, die befürchten, dass Facebook die VR-Brille nur als weitere Möglichkeit der Werbung ansehen könnte.

Gerade die Kritiker sahen in Mojangs Markus 'Notch' Persson die Speerspitze der Vernunft. Kurz nach Bekanntgabe des Aufkaufs, twitterte Persson, dass er aufgrund von Facebook die Verhandlungen um eine Oculus-Version seines Megaerfolges Minecraft beendet habe.

"Wir befanden uns in Gesprächen um eine Version von Minecraft für Oculus. Ich habe diesen Deal nun platzen lassen. Facebook macht mir Angst."

Was diese Oculus-Version betrifft, hatte Oculus VRs Gründer und Chef Palmer Luckey interessante Neuigkeiten. "[Markus 'Notch' Persson] hatte die Oculus Rift seit einem Jahr und hat noch nicht einmal die Minecraft-Mod ausprobiert [inoffizielle 3D-Mod] (die ziemlich gut ist), geschweige denn herumexperimentiert", so Luckey über Facebook als Reaktion auf einen Post von Michael Moffitt. "Ich halte Notch für einen supercoolen Kerl, aber es ist wirklich einfach, ein Projekt zu 'beenden', das noch nicht einmal begonnen wurde."

Waren Perssons Worte also gar nicht die eines konsequenten, an seinen eigenen Prinzipien festhaltenden Mannes, sondern die eines Mannes, der sich nur profilieren will? Kotaku fragte darauhin direkt bei Persson nach, der umgehend antwortete.

"Ich habe schon lange nicht mehr an Minecraft gearbeitet, aber ich habe einige Spiele-Prototypen für Oculus Rift entwickelt. Ich spiele NIEMALS Mods für Minecraft, weil sie mich dazu bringen, meine Arbeit anzuzweifeln. Eine Menge von den Mods machen die Dinge wesentlich besser als ich es jemals könnte", so Persson.

Er weist darauf hin, dass sich einige seiner Leute bei Mojang AB bereits mit der 3D-Mod auseinandergesetzt haben, und ebenfalls an Prototypen für Oculus Rift arbeiteten. Persson habe beim letzten Gespräch mit den Leuten von Oculus VR darüber gesprochen, dass er es toll finde, eine kostenlose Version von Minecraft als eine Art Promo-Demo für die VR-Brille zu entwickeln.

Wer dennoch nicht auf Minecraft für Oculus Rift verzichten will, kann sich noch immer die inoffzielle Mod Minecrift herunterladen.

Minecraft ist für PC, seit dem 09. Mai 2012 für Xbox 360, seit dem 18. Dezember 2013 für PS3, seit dem September 2014 für PS4, seit dem 05. September 2014 für Xbox One, seit dem 15. Oktober 2014 für PlayStation Vita und seit dem 17. Dezember 2015 für Wii U erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.