Wie von Lionhead kurz nach der E3 bereits angedeutet, war Peter Molyneux mit dem mysteriösen Projekt Milo and Kate auf der TED Global in Oxford vertreten. Erstmals gab es richtiges Gameplay in Form eines Tutorials zu sehen, das rund 15 Minuten ging (soll in Wirklichkeit 45 Minuten dauern). Generell sei es so gewesen, dass alles wunderbar funktioniert, auch wenn man hin und wieder ein paar Lags feststellen konnte.

Milo and Kate - Skynet lässt grüßen: KI entwickelt sich über Server ständig weiter

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Skynet: Die KI soll sich durch die Spieler und zentrale Server ständig weiterentwickeln.
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Anfangs sah man, wie Milo und seine Eltern in ein neues Haus zogen, wo er kurze Zeit später in den Garten ging, um Schnecken zu suchen. Weibliche Spieler hingegen dürfen einer Schmetterlingsjagd beiwohnen - es scheint also an einigen Punkten Unterschiede zu geben, je nachdem welchem Geschlecht man angehört. Laut Molyneux finden Mädchen Schnecken eklig, weshalb sie sich dafür entschieden haben.

Milo fragte, ob er eine der Schnecken zertreten soll, was vom anwesenden Spieler mit "Go on Milo, squash it!" bejaht wurde. Und Milo machte es. Das Spiel selbst soll mit der Zeit immer mehr vom Spielern lernen. Wie Molyneux erklärte, dient das Tutorial dazu, nicht nur dem Spieler die Grundelemente beizubringen, sondern das Spiel auch auf den Spieler zuzuschneiden.

Zudem soll jeder Milo anders werden, keiner soll sich jemals gleichen. Interessant ist auch, dass die Charakterdaten nicht auf der Konsole gespeichert werden, sondern auf zentrale Server. Molyneux meinte, je mehr Spieler Milo spielen, desto schlauer wird die künstliche Intelligenz. Das bedeutet also im Klartext, dass man seine Daten automatisch übermittelt und später "schlauere" Daten erhält.

Um aber nochmals auf die gezeigte Szenen zurückzukommen. Nachdem Milo die Schnecken zertreten hatte, musste er mit seinen Eltern gemeinsam zum Abendbrot essen. Während Milo somit beschäftigt war, konnte der Spieler Milos Zimmer aufräumen und von Staub befreien.

Und als der Spieler mit Hausarbeiten beschäftigt war, konnte er im Hintergrund hören, wie Milo mit seinen beiden Eltern eine Auseinandersetzung hatte und er seinen Teller mit dem Essen umstieß. Daraufhin wurde Milo in sein Zimmer geschickt, wo man ihn dann mit Sätzen wie "C'mon Milo, you know what parents are like - they're always getting stressed" versucht zu beruhigen.

Später soll man auch düstere Abenteuer mit Milo bestehen können. Das Ganze erinnert entfernt etwas an Die Sims und Black & White. Wie Wire berichtet, gehen sie von einem Release im Weihnachtsgeschäft 2011 aus. Ein Video der Präsentation soll auf dem TED Blog noch in dieser Woche erscheinen.

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