Im April wandte sich Entwickler Epic Minds an die Kickstarter-Gemeinde, um zu verkünden, dass man das gesamte Geld aufgebraucht hatte - satte 73.000 Dollar innerhalb von nicht einmal einem Jahr. Nun teilte der Game Director mit, dass man den doppelten Betrag brauche, um das Spiel zu beenden. Also quasi Bye-bye.

Midora - Kickstarter-finanzierter Entwickler braucht mehr als doppelt so viel Geld

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Midora wird wohl niemals fertiggestellt
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"Warum haben wir nicht genug Geld? Entwickler. Und mit Entwickler meine ich Programmierer und Artists. Wir brauchen einfach mehr. Wir haben einen weiteren unglaublichen Artist mit Ian Schlaepfer im September angeheuert und dachten, wir könnten nun alles erreichen, was wir vorhatten. Unglücklicherweise haben wir uns geirrt. Während das meiste für Early Access fertiggestellt war, haben wir noch immer keine vernünftige Demo."

Das war die Botschaft, die Entwickler Epic Minds im April über ein Update veröffentlichte. Das war das Geständnis, dass man die 73.470 Dollar der 3359 Backer, die man Mitte vergangenen Jahres einnehmen konnte, komplett aufgebraucht hatte und kein Geld mehr da war, um mit der Entwicklung vernünftig fortzufahren.

In einem neuen Update teilte der Game Director und Gründer des Studios, den man nur als Mhyre kennt nun mit, dass man wesentlich mehr Geld brauche, um das Spiel fertigstellen zu können: zwischen 120.000 bis 150.000 Dollar benötige das Studio, um Midora zu komplettieren und verspricht, mal wieder, dass man innerhalb von drei bis vier Monaten mit der reinen Programmierung fertig wäre und das Art Design in sechs, mit einem dritten Artist vielleicht auch in fünf Monaten zu bewältigen sei. Mit anderen Worten: Man brauche noch einmal die doppelte Summe für die Entwicklung und mindestens noch einen, besser zwei weitere Mitarbeiter, während geradezu beiläufig erwähnt wird, dass jeder Mitarbeiter als Vollzeitkraft bezahlt werde. Mhyre sprach zuvor davon, alles zu tun, um Midora fertigzustellen, aber offenbar ist man weder bereit, sich mit Klarnamen vorzustellen noch in Sachen Gehälter kürzer zu treten. Ist das vielleicht auch mit ein Grund, warum dem Studio die Gelder schneller ausgingen als ihr lieb war?

Das Fatale an der gesamten Sache ist allerdings, dass Mhyre von Anfang an wusste, dass die knapp 75.000 Dollar nicht ausreichen würden: "Ich gebe zu, dass die benötigte Summe, um dieses Spiel zu entwickeln, bei der Kickstarter-Kampagne zu niedrig angesetzt wurde. Ich wusste, dass das Spiel mehr als 60.000 Dollar bräuchte, um fertiggestellt zu werden."

Nun bittet er jeden Investor und jeden Publisher um Hilfe, die Interesse an diesem Indietitel haben. Aber wer investiert in das Projekt eines Teams ohne Erfahrung und ohne klarem Management?

Midora - Pixelige Bilder zum von SNES-RPGs inspirierten Spiel

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