Midnight Club 3: DUB Edition (PSP-Review) von Andreas Müller

Eines der besten Rennspiele, das die Konsolenwelt dieses Jahr zu sehen bekommen hat, hält nun auch Einzug auf Sonys PSP. Rasante Straßenrennen, wahlweise mit Autos oder Motorrädern, und ein überaus üppiger Tuningpart sollen auch Besitzer des Handhelds

begeistern. Ob dies gelingt? Wir gehen der Sache nach...

Vertrautes Spielprinzip

Wer Midnight Club 3 von seiner heimischen Spielkonsole kennt, der findet sich problemlos beim kleinen Ableger zurecht. Sowohl der Fuhrpark

Midnight Club 3: DUB Edition - Trailer

als auch der gesamte Karrieremodus wurden 1:1 auf die PSP portiert. Als absoluter Neuling steigt ihr in die Rennszene ein. Euer Budget erlaubt immerhin die Anschaffung eines Boliden der Klasse VW R32 oder Mitsubishi Eclipse, was euch bereits eine gehörige Portion PS beschert. Auf der Straße warten dann Wettbewerbe oder Duelle gegen andere Fahrer der illegalen Rennszene auf euch - ein Navigationssystem führt euch komfortabel zum gewünschten Event. Neben Einzelrennen könnt ihr auch an Turnieren teilnehmen, bei denen Ranglisten über mehrere aneinander gereihte Events geführt werden und letztendlich der Gesamtsieg entscheidet.

Abwechslungsreich
Interessant ist vor Allem die große Vielfalt der Wettbewerbe - von spektakulären Checkpointrennen quer durch die belebte Metropole, über Rundenrennen bis hin zu reinen Zeitrennen ohne Kontrahenten, wird euch viel Abwechslung geboten. Die KI Gegner verhalten sich stets intelligent und passen sich eurem fahrerischen Können an.

Somit bleibt das Spiel stets fordernd, wobei echte Frustmomente nahezu ausbleiben.

Der dichte Stadtverkehr trägt ebenfalls dazu bei, dass die Rennen nicht zur Spazierfahrt avancieren. Schade ist nur, dass die Positionen der Verkehrsteilnehmer nicht dem Zufallsgenerator entspringen, sondern bei jedem Rennen gescriptet sind. Egal wie oft ihr ein Rennen fahrt, wenn ihr zum gleichen Zeitpunkt an einer gewissen Stelle seid, kreuzen dort auch immer die gleichen Fahrzeuge euren Weg.

Steuerungsoptionen
Die Steuerung ist rein technisch gut gelungen - lediglich der etwas schwammige Analogstick der PSP sorgt dafür, dass sich das Spiel nicht immer ganz exakt kontrollieren lässt. Coole Burnouts beim Start sind ebenso möglich wie das Zünden des obligatorischen Nitros und das Driften mit angezogener Handbremse. Da Midnight Club 3 jedoch weit mehr als Standardkost bietet, gibt es einige Steuerungsfinessen, die nicht ganz alltäglich sind.
Der so genannte Windschattenturbo lässt sich zum Beispiel per Knopfdruck auslösen, nachdem ihr ein paar Sekunden im Windschatten eines Gegners gefahren seid. Ein kurzer aber effektiver Geschwindigkeitsschub katapultiert euch dann nach vorne.

Special Moves
Sollte es im dichten Straßenverkehr einmal zu eng werden, dürft ihr euch per rechter Schultertaste schmal machen und für eine Weile auf zwei Rädern fahren. Dieses Manöver hat zudem den Vorteil, dass ihr nachfolgenden Fahrzeugen keinen Windschatten bietet. Als ob das alles noch nicht reicht, bieten die verschiedenen Fahrzeugklassen jeweils noch eine weitere Steuerungsfinesse. Fahrt ihr einen Sportwagen habt ihr die Möglichkeit, eine Art Bullet Time auszulösen, bei der das Renngeschehen für wenige Sekunden in Zeitlupe dargestellt wird. In kniffligen Kurven oder auf stark frequentierten Kreuzungen bringt dies einen signifikanten Vorteil. Bullige Boliden vom Schlage eines Chrysler 300C (die fahrende Festung)

gehen da schon brachialer zu Werke - per Tastendruck wird der lästige Verkehr kurzerhand mit einer Art Schockwelle weggepustet.

Pimpen bis zum Abwinken
Wer die umfangreichen Steuerungsmöglichkeiten derart meistert, dass er am Ende als Erster die Ziellinie überquert wird mit Preisgeldern und bei gewonnenen Turnieren sogar mit einem neuen Fahrzeug belohnt. Tuningfans und Liebhaber gepimpter Rides stürzen anschließend sofort in die örtliche Werkstatt und bringen die PS-Schleuder ordentlich in Form.

Das Angebot an Karosserieteilen, Decals, Venyls, Felgen, Reifen, Fahrwerken und Allem was das Tuningherz sonst noch begehrt, ist schlicht immens. Neben dem optischen Tuning, bei dem sogar die Reifenbreite und die Fahrwerkshöhe individuell angepasst werden können, dürft ihr natürlich auch ein Performancetuning vornehmen. Gewonnene Fahrzeuge können zudem zum guten Kurs veräußert und neue Vehikel aus dem großenAngebot lizenzierter Traumwagen und -Motorräder gekauft werden.

Ride a bike
Auch wenn ihr euch den absoluten Traumwagen zusammen geschustert habt und am Liebsten nichts Anderes mehr fahren wollt, solltet ihr dennoch einen rudimentären Fuhrpark unterhalten. Gewisse Rennevents lassen sich nur mit Fahrzeugen einer bestimmten Klasse bestreiten.

Für viel spielerische Abwechslung sorgen auch die Rennen auf Motorrädern - das Fahrmodell ist gänzlich anders, die Beschleunigung deutlich höher und Kollisionen werden mit zeitraubenden Stürzen quittiert. Das Tuning macht übrigens auch nicht vor den Zweirädern halt - auch hier dienen Felgen, Venyls und vieles mehr zur optsichen Aufwertung.

Spielschwächen
Obwohl die Portierung des Spiels insgesamt gut gelungen ist, weißt es ein paar plattformtypische Schwächen auf. Zum einen wären da die langen Ladezeiten zu nennen.

Schon bei der Fahrzeugwahl zu Beginn der Karriere werden die Modelle langwierig nachgeladen. Hinzu kommt das etwas behäbige Geschwindigkeitsempfinden - wer die rasanten Rennen von der Konsolenversion gewohnt ist, dem kommt das Geschehen ein wenig lahm vor.

Dritter und letzter Kritikpunkt ist die Übersicht, die auf dem kleinen Bildschirm und den düsteren Lichtverhältnissen der Nachtrennen ein wenig verloren geht. Wer mit 200 km/h durch die City rast, erkennt den nahenden Gegenverkehr häufig zu spät. Auzug aus dem Fuhrpark

-Mitsubishi Lancer Evolution Eclipse -Toyota Supra -Lotus Elise & Esprit -Nissan 350Z & Skyline -Chevy Corvette Z06 / diverseOldtimer -Pontiac 1968 GTO, 1970 GTO -Dodge SRT4, Charger RT-SE 440 -Lamborghini Gallardo & Murcielago -Mercedes G55 AMG, SL500 & SLR -Saleen S7 & SR -Dodge Ram SRT 10 -Cadillac Escalade -Hummer -Volkswagen R32, Phaeton und Jetta -Kawasaki Nija ZX 12R -Ducati 999R, Monster SR4 & SS1000 Auzug aus dem Fuhrpark

-Mitsubishi Lancer Evolution Eclipse -Toyota Supra -Lotus Elise & Esprit -Nissan 350Z & Skyline -Chevy Corvette Z06 / diverseOldtimer -Pontiac 1968 GTO, 1970 GTO -Dodge SRT4, Charger RT-SE 440 -Lamborghini Gallardo & Murcielago -Mercedes G55 AMG, SL500 & SLR -Saleen S7 & SR -Dodge Ram SRT 10 -Cadillac Escalade -Hummer -Volkswagen R32, Phaeton und Jetta -Kawasaki Nija ZX 12R -Ducati 999R, Monster SR4 & SS1000