Im aktuellen Unlocked-Podcast von IGN sprach Microsofts Director of Programming Larry 'Major Nelson' Hryb über die allseits beliebten Season Pässe und nannte sie ein potentielles Risiko gerade für Multiplayer-Titel, da sie die Community spalten könnten.

Microsoft Game Studios - Major Nelson: Season Pässe für Multiplayer-Spiele sind potentiell gefährlich

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Major Nelson lobt den Verzicht auf einen Season Pass bei Halo 5: Guardians
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Season Pässe sind aus der heutigen Spielekultur nicht mehr wegzudenken. Auch wenn sie ab und an noch Streitthema Nummer eins darstellen. So gut wie jeder Entwickler bietet für seine Spiele einen Season Pass für zukünftige Add-ons und DLCs (herunterladbare Inhalte) an. In den meisten Fällen zahlt man mit einem Season Pass einen vergünstigten Preis für eine feste Anzahl an kommende DLCs im Voraus. Manchmal kommen dann noch Add-ons dazu, die nicht mit vom Season Pass abgedeckt sind. Die muss man dann zusätzlich bezahlen, wenn man sie haben will.

Allerdings gibt es auch Spieler, denen nicht jede DLC wichtig ist bzw. die im Grunde außer dem Basisspiel gar keine DLCs mehr benötigen. Wer dann gerne mit Freunden online eine Partie spielt, muss dann bei Maps oder Game-Modi buchstäblich passen, wenn jene nicht Teil des Basisspiels sind.

Season Pässe spalten die Multiplayer-Community

Für Microsofts Director of Programming Larry 'Major Nelson' Hryb komme das nicht infrage.

"Was dabei passiert, ist, sie spalten die Community", so Hryb. "Du hast die Maps, ich habe die Maps nicht, ich habe diese Map nicht gekauft, du hast diese Map. Und wenn wir zusammen spielen wollen, heißt es, 'Oh, du kannst diese Map nicht spielen'."

Halo 5: Guardians ohne Season Pass

Daher habe man sich bei 343 Industries bewusst dafür entschieden, keinen Season Pass für Halo 5: Guardians anzubieten. Stattdessen gebe es bis zum Sommer 2016 in regelmäßigen Abständen kostenlose Maps und mehr für die Community.

"Was 343 Industries getan hat, und ich halte das für schlichtweg brilliant, jeder bekommt die Maps."

Mikrotransaktionen gibt es trotzdem

Das bedeutet allerdings nicht, dass 343 Industries ein Haufen Samariter sind. Um dennoch zusätzlich Geld zu verdienen, gibt es sogenannte REQ-Pakete, Mikrotransaktionen für Ausrüstungsgegenstände und Waffen, die man erwerben kann. Einen Teil dieser zusätzlichen Einnahmen hat der Entwickler aber dem World Championship Turnier in Halo 5: Guardians zugute kommen lassen.

"Wenn man bezahlte Maps und Inhalte besitzt, teilt man die Spielerbasis in zwei Gruppen: die, die haben und die, die nicht haben", so 343 Industries' Studiochef Josh Holmes im vergangenen Jahr. "Die Leute, die die Map-Packs haben, können zusammen spielen. Die Leute, die sie nicht haben, können das nicht. Das ist ein echtes Problem für uns. Daher stellen wir die Maps allen Spielern kostenlos zur Verfügung, damit alle miteinander spielen können."

Spielekultur - Die Geschichte der Multiplayer-Spiele

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