Zugegeben: Eigentlich sollte ein Unternehmen Gewinn machen. Aber manchmal ist das anders. Microsoft beispielsweise fährt seit dem Erscheinen der XBox mit seiner Spiele- und Unterhaltungssparte Verluste ein - dennoch kann die Entwicklung als positiv bezeichnet werden. Dahinter steckt der Gedanke, mit enormem Mittelaufwand und jahrelangen Verlusten eine Marktposition zu erreichen, die ab einem bestimmten Zeitpunkt Gewinne ermöglicht. Erfolg wird deswegen nicht zwingend am absoluten Ergebnis (Gewinn) gemessen, viel mehr spielt die Richtung eine Rolle, in die die Zahlen zeigen.

Beispiel: Während Sony kritisch beäugt wird, weil der Quartalsgewinn fällt ( gamona berichtete) - der Konzern aber dennoch profitabel arbeitet - zeigt man sich bei Microsofts Unterhaltungssparte bereits mit fallenden Verlusten zufrieden. Im abgelaufenen Quartal (Juli-Sep) stieg der Umsatz dieser Sparte um 70% auf 1,03 Milliarden US-Dollar - Grund waren die guten Abverkaufszahlen von XBox360-Konsolen, Zubehör und Spielen. Microsoft hat damit die Marke von weltweit 6 Millionen verkauften Geräten erreicht, außerdem stieg die Zahl der XBox-Live-Nutzer auf über 4 Millionen.

Ergebnis der Umsatzsteigerung: der Verlust sank von 173 Millionen (Vorjahreszeitraum) auf 96 Millionen US-Dollar im abgelaufenen Quartal. In Anbetracht von über 4 Milliarden Dollar Gewinn vor Steuern (gesamtes Unternehmen) dürfte Microsoft den Verlust verschmerzen können...