Die Autoren von Netsky, Sasser und Phatbot wurden unlängst gefasst, und schon zirkulieren wieder 70 neue, zum Teil verwandte Viren durch das Netz.

Microsoft gibt etwa 50 mal im Jahr den Beckham und versorgt Bastler mit edlen Flanken indem diese Anzahl an neuen Sicherheitslücken bekanntgegeben wird.

Nur zwei Wochen nach einer dieser Informationen schickte sich Sasser an, eben jene Lücke zu nutzen.

Gehen wir einmal davon aus, Microsoft bezahlt für jeden sogenannten Meilenstein im Kampf gegen Viren die Prämie von 250.000$. Diverse Informanten würden reich, während Microsoft die Portokasse überstrapaziert. Der Normal-User muss hoffen, das neueste Sicherheits-Update schneller zu bekommen als den jeweiligen Wurm. Reiner Zufall, ob vergleichsweise harmlos oder bösartig.

Sarkastische Stimmen sehen Windows auch als ein Programm, welches der Definition eines Trojaners entspricht. Es wird gutgläubig installiert und ermöglicht anschließend den Zugriff von außerhalb.

Nicht die Virenautoren sind das Problem, sagt der Hamburger Professor Klaus Brunnstein, sondern Software-Hersteller, die den Markt mit fehlerhaften Produkten überschwemmen.

Das stimmt so einseitig zwar nicht, aber es nimmt die Hersteller zurecht in die Mitverantwortung.