Autor: Sebastian Weidner

Sommer, Sonne, Sonnenschein... Nein, wir stimmen nicht den Refrain eines bekannten Party-Hits an, gemeint ist vielmehr das Szenario von Miami Vice. Die Actionserie um die beiden Undercover-Polizisten und Obermachos James "Sonny" Crockett und Ricardo "Rico" Tubbs war in den 90ern beliebter als Beverly Hills 90210 und Knight Rider zusammen.

In Kürze wird die Erfolgsserie fortgesetzt. Allerdings als Kinofilm - und ohne die in Ehre ergrauten ehemaligen Hauptdarsteller Don Johnson und Philip Michael Thomas. Diesmal in den Rollen der beiden Rampensäue: Colin Farrell und Jamie Fox. Noch vor Filmstart hat Vivendi jetzt das zeitlich früher angesiedelte Spiel zum Film veröffentlicht. gamona ermittelt.

Miami Vice: The Game - Gameplay Trailer

Wie nicht anders zu erwarten schlüpft ihr in die Rolle von James Crockett oder Ricardo Tubbs. Die Wahl ist allerdings rein optischer Natur. Spielerische Unterschiede zwischen den zwei Partnern gibt es keine. Passend zur Vorlage gestaltet sich auch der Spielverlauf.

Miami Vice: The Game ist ein waschechter Third Person-Shooter. Heißt: Es wird geballert, bis die Rohre glühen. Übergeordnetes Ziel ist die Verhaftung eines besonders mächtigen Drogenkönigs, der halb Miami beherrscht. Zu diesem Zweck kämpft ihr gegen die Drogenmafia, schaltet Kartelle aus und knallt reihenweise Paten, Drogenkuriere und deren Handlanger über den Haufen. Stupides Dauerfeuer ist auf Dauer allerdings nicht wirklich gesund. Denn auch der Lebenssaft von zwei echten Superbullen hat Grenzen. Deshalb solltet ihr stets behutsam durch die linearen Schauplätze marschieren, Deckung suchen und aus dieser heraus Feinde ins Visier nehmen.

Miami Vice: The Game - Wir haben es immer gewusst: Die Polizei finanziert ihre Arbeit mit Drogenhandel. Zumindest in Miami.

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Einen großen Reiz zieht das Spiel aus den unterschiedlichen Schauplätzen. Mal seid ihr in einem typischen Miami-Nachtclub unterwegs. Ein andermal müsst ihr einen als Drogenfabrik getarnten Wohnwagenplatz infiltrieren oder ein Hafengelände unsicher machen.

Packshot zu Miami Vice: The GameMiami Vice: The GameErschienen für PSP kaufen: Jetzt kaufen:

So mannigfaltig die Levels, so trist leider die grafische Umsetzung. Fast alle Örtlichkeiten sind grau in braun gehalten. Da wird selbst der größte Sonnenschein schwermütig. Zudem sind einige der Levels viel zu dunkel gestaltet und es fällt schwer, Gegner überhaupt zu erkennen. Speziell mit Sonneneinstrahlung auf dem Display ein nerviges Ärgernis!

Spaß macht es trotzdem, durch die Levels zu marschieren, im Wechselspiel Deckung zu suchen, ordentlich zu zielen und Fieslinge umzunieten. Zum Selbstzweck tut ihr das freilich nicht. In den Missionen müsst ihr möglichst große Mengen Drogen sicherstellen. Erstens ist das schließlich euer Job. Und zweitens benötigt ihr das pulverige Gift, um Geld zu verdienen.Zwar steh unser Überbulle natürlich auf Seiten der Guten, doch schließlich muss solch ein Feldzug auch finanziert werden. So handelt ihr mit Drogen, um Geld zu verdienen. Mit der Kohle wiederum könnt ihr euch dickere Wummen, Waffen-Upgrades und coole Klamotten kaufen.

Außerdem solltet ihr eurem Hauptinformanten im Gefängnis immer mal wieder einen Besuch abstatten, um ihm Informationen zu entlocken. Die teilt er euch - der Drogenkreislauf schließt sich - im Austausch für mehr oder weniger kleine Mengen Gras bereitwillig mit. Zum Beispiel könnt ihr ihm stets entlocken, an welchem Platz sich in eurem nächsten Einsatz Gesundheitspakete oder Drogen befinden.

Außerdem verrät euch Mr. Knacki. Codes zum Ausschalten von Überwachungskameras. Okay, zugegeben: Realitätsgetreue Ermittlungsarbeit sieht sicherlich anders aus. Doch um die an sich recht monotone "Dauerballer-Orgie" aufzuwerten, war den Entwicklern jedes Mittel Recht. Und das ist gut so! Die in der TV-Serie berüchtigten Boot-Verfolgungsjagden sind deshalb genauso enthalten wie kleinere Minispiele. Um etwa an die Waffen-Verbesserungen zu gelangen, müsst ihr die Modifikationsstufen im Polizeicomputer erst einmal frei hacken.

Dazu versucht ihr unter Zeitdruck, per Detonation Datenmengen in Form kleiner Dreiecke zu zerstören. Schwierig gestaltet sich das Ganze, weil die Bits und Bytes scheinbar unkoordiniert herumflattern und in höheren Schwierigkeitsstufen sogar auf euren Cursor schießen. Lohn der Mühen: Ihr dürft euch im Waffenladen mehr Feuerkraft oder eine höhere Zielgenauigkeit kaufen.Nicht unerwähnt lassen wollen wir auch das "Ruf-System". Damit ist kein persönlicher Butler-Service gemeint, sondern die Reputation eures Helden. Nach jedem Einsatz erhaltet ihr eine persönliche Bewertung. Die ist unter anderem abhängig von eurer Treffergenauigkeit und wie sparsam ihr im Umgang mit Erste Hilfe-Kästen wart. Der Ruf beeinflusst wiederum, welche Dealer euch außerhalb der Missionen Drogen ab- und verkaufen. Je größer die Auswahl, desto besser auch der mögliche Umsatz. Denn jeder Straßenhändler hat schließlich andere Preise.

Trotz Drogenhandel und aller Nebenspiele ist der ganze Spaß leider schon nach rund 5-7 Stunden vorbei. Länger benötigen selbst absolute Neulinge nicht, um das Spiel von hinten bis vorne durchzuzocken. Was bleibt, ist ein mehr als ordentlicher Mehrspielermodus. Denn wie es sich für zwei echte Polizisten gehört, dürft ihr die bösen Buben auch kooperativ einlochen. Einfach per Wi-Fi-Schnittstelle zwei PSPs zusammen stöpseln und schon kann die Gangster-Hatz losgehen! Die in der TV-Serie berüchtigten Boot-Verfolgungsjagden sind deshalb genauso enthalten wie kleinere Minispiele. Um etwa an die Waffen-Verbesserungen zu gelangen, müsst ihr die Modifikationsstufen im Polizeicomputer erst einmal frei hacken.

Dazu versucht ihr unter Zeitdruck, per Detonation Datenmengen in Form kleiner Dreiecke zu zerstören. Schwierig gestaltet sich das Ganze, weil die Bits und Bytes scheinbar unkoordiniert herumflattern und in höheren Schwierigkeitsstufen sogar auf euren Cursor schießen. Lohn der Mühen: Ihr dürft euch im Waffenladen mehr Feuerkraft oder eine höhere Zielgenauigkeit kaufen.Nicht unerwähnt lassen wollen wir auch das "Ruf-System". Damit ist kein persönlicher Butler-Service gemeint, sondern die Reputation eures Helden. Nach jedem Einsatz erhaltet ihr eine persönliche Bewertung. Die ist unter anderem abhängig von eurer Treffergenauigkeit und wie sparsam ihr im Umgang mit Erste Hilfe-Kästen wart. Der Ruf beeinflusst wiederum, welche Dealer euch außerhalb der Missionen Drogen ab- und verkaufen. Je größer die Auswahl, desto besser auch der mögliche Umsatz. Denn jeder Straßenhändler hat schließlich andere Preise.

Trotz Drogenhandel und aller Nebenspiele ist der ganze Spaß leider schon nach rund 5-7 Stunden vorbei. Länger benötigen selbst absolute Neulinge nicht, um das Spiel von hinten bis vorne durchzuzocken. Was bleibt, ist ein mehr als ordentlicher Mehrspielermodus. Denn wie es sich für zwei echte Polizisten gehört, dürft ihr die bösen Buben auch kooperativ einlochen. Einfach per Wi-Fi-Schnittstelle zwei PSPs zusammen stöpseln und schon kann die Gangster-Hatz losgehen!