




Wenn Metro 2033 nur im Bereich Ambiente bewertet würde, wäre dem Actionspiel ein Platz in der ersten Reihe sicher. Tolle Licht- und Partikeleffekte sorgen für ein herrlich schreckliches Setting, das vor allem in den Untergrundsequenzen durch eine sehr intensive und dichte Atmosphäre besticht. Die Kombination von ständiger Munitionsknappheit, toller Gasmaskenmissionen und immer wieder eingestreuten Schleichpassagen sorgt zudem zusätzlich dafür, dass wir ständig unter Strom stehen.
Doch Metro 2033 will in erster Linie ein Shooter sein und wirft hier leider einige Probleme auf: Zum einen stört der häufige Rhythmuswechsel häufig den Spielablauf. Kaum hat man angefangen zu ballern, ist es auch schon wieder vorbei. Gelegentlich wird zudem überhaupt nicht klar, was die Spieldesigner nun von uns wollen und wir sterben unnötige Trial & Error-Tode. Das führt in Verbindung mit nur einem Speicherslot fast unsterblichen Feinden und einem insgesamt recht hohen Schwierigkeitsgrad zu Frust, den auch die oft unglaublich dämlichen KI-Widersacher nur bedingt wettmachen können. Metro 2033 hat viele starke Momente, wirkt jedoch insgesamt roh und hätte an vielen Stellen noch etwas Politur vertragen können. Auf einen Mehrspielermodus wurde zudem völlig verzichtet.
Metro 2033 - Geister der Metro4 weitere Videos
Die Optik brilliert vor allem mit tollen Licht- und Partikeleffekten, die ein unheimlich dichtes Horror-Szenario erschaffen und eine beklemmende Stimmung erschaffen. Außerdem sorgen knackige Texturen in den Untergrundbereichen für viele Hingucker, teilweise sind allerdings auch weniger gelungene Bereiche enthalten.
Akustisch bietet man ein sehr schwankendes Bild: Auf der einen Seite sehr packende Schockeffekte, Knistern, Kratzen, Grollen, Rascheln verbreiten so eine packende Atmosphäre. Doch leider knattern die Waffen eher altersschwach aus den Boxen und auch das Voice Acting nervt mit dem "Russenakzent" von der Stange.
Als einer der Überlebenden des nuklearen Holocaust kämpft ihr euch durch die Moskauer U-Bahnschächte und eine radioaktiv verseuchte Oberwelt. Der Spielrhythmus schwankt jedoch zwischen Splinter Cell-Einlagen, Doom-3-artigen Schockelementen und ruhigeren Passagen qualitativ und inhaltlich recht stark.
von THQ, 4A GamesGenre: Action, Ego ShooterPC, XBox 360: 16.3.2010Offizielle WebseiteFreigegeben ab 18 Jahren
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