Metalheart Replicant Rampage (PC-Test)
von Nedzad Hurabasic

Es gibt nicht wirklich viele Science-Fiction Rollenspiele. Einige Vertreter dieses Genres sind zum Beispiel Fallout oder auch Restricted Area. Auch das nun erschienene Metalheart Replicants

vom russischen Hersteller Akella will in diese kleine Marktlücke hineinstoßen und möchte die Spieler mit einem Cyberpunk-Rollenspiel in seinen Bann schlagen. Warum der geplagte Autor dieser Zeilen aber statt "Schweine im Weltall" (Pressetext) Weltraumschrott vorfand? Lest weiter...

Arme Sau
Als hätten die Entwickler des Spiels bei Erstellung des Intro-Videos geahnt, was sie da verzapft haben, endet ein kleiner Weltraum-Ausflug mit einem Unfall. Die beiden Helden Cheris Sheridan und Lanthan Signey erleiden nach einem Protonensturm Schiffbruch auf einem der gefährlichsten Planeten des Alls - Protion.

Dieser gleicht aufgrund seiner Bedeutung als Rohstoffquelle des bösen Imperiums einem Hochsicherheitstrakt. Die einzige Chance, die den Gestrandeten bleibt, ist sich mit den geknechteten Einwohnern des Planeten zu verbünden und Darth V. ... nein, das

Metalheart: Replicants Rampage - Rollenspiel-Schrott im Weltall!

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war ein anderes Spiel ... und gemeinsam die skrupellosen Machthaber zu beseitigen. Wer glaubt, dass diese Story ziemlich dünn ist, hat Recht. Doch dies ist noch nichts im Vergleich zum erbärmlichen Gameplay.

Für ein Rollenspiel gibt es relativ wenige Möglichkeiten, Einfluss auf die Charakter-Generierung zu nehmen - es gibt genau genommen gar keine. Sobald ein neues Spiel gestartet wird, befindet sich das Duo Infernale auf dem Planeten der Verdammnis. Wer unbedingt will, kann sich aber auch ein Tutorial (Lernprogramm) antun. Außer der Tatsache, dass das Spiel amateurhaft vertont ist (englischer

Ton zu deutschen Untertiteln), erfährt der lernwillige Spieler ein wenig über die Grundsätze des Spiels. So gibt es neben den Portrait-Darstellungen der Spiel-Charaktere eine Lebensanzeige, neben der sich auch eine Ausdaueranzeige befindet und darüber Auskunft gibt, ob die Spielfigur noch Rennen kann oder nicht.

Packshot zu Metalheart: Replicants RampageMetalheart: Replicants RampageErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Leider bewegen sich die Spielfiguren so lahmarschig durch die öde und detailarme Umgebung, dass man sich sogleich einen Cheat herbeiwünscht, der dauerhaft erhöhtes Tempo zulässt. Außerdem lernt man, dass es möglich ist, sich hinzuknien oder auch hinzulegen, was später auch für einige Kriechaktionen vonnöten sein wird. Natürlich beherrschen die Spielfiguren auch den Umgang mit Feuerwaffen, nachdem diese vom kargen Wüstenboden aufgehoben wurden. Wer die langweilige Einführung übersteht, ohne einzuschlafen, kann sich ins Abenteuer stürzen.

Schreck lass nach
Nach der Bruchlandung befinden sich die beiden Protagonisten allein in einer kaum belebten Wüste, fast vollkommen ohne Ausrüstung. Während dem Text der Konversation zwischen den beiden Charakteren entnommen werden kann, dass eine rettende Basis im Westen zu finden ist, behauptet die Vertonung

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derselben Diskussion das Gegenteil. Also irren wir ein wenig in dem nicht allzu großen Wüsten-Areal umher, das an Detailarmut kaum noch zu unterbieten ist. Auch im späteren Spielverlauf ändert sich an der dürftigen, pixeligen Darstellung nichts. Sowas war vielleicht vor 10 Jahren auf der Höhe der Zeit, heute ist es nur noch peinlich. Die wenigen vorhandenen Gegner stellen die Spielfiguren auf eine harte Probe. Da es nicht genug Heilmittel gibt, ziehen wir es vor lieber zu flüchten, anstatt die eigentlich als eher harmlos geltenden Skorpione zur Strecke zu bringen. Das Spielgeschehen läuft rundenbasiert ab und jeder Spielfigur stehen so genannte Aktionspunkte zur Verfügung, die sie pro Runde für bestimmte Tätigkeiten wie Laufen, Schießen usw. verbrauchen kann. Dummerweise ist es nicht möglich, der ganzen Gruppe denselben Auftrag zu erteilen. So müssen alle Handlungen mehrfach angewiesen werden, was schon nach sehr kurzer Zeit nervt. Stichwort Nerven: Der Soundtrack ist erbärmlich. Ein billig zusammengeschustertes, drittklassiges Soundambiente, das selbst im Wodkarausch nicht über längere Zeit zu ertragen sein kann und zudem mit Sprüngen versehen ist, die einer alten Schallplatte alle Ehre machen würde. Auch die Soundeffekte sind nicht mehr als schlimme Audiounfälle und verdienen die Bezeichnung "Effekt" nicht.Au Weia! Doch zurück zum vermurksten Gameplay. Zu keiner Zeit kann man sich auf dem Spielfeld orientieren, denn es gibt keine Map. Selbst wenn die Richtungsangaben korrekt wären, wie zum Teufel soll ermittelt werden, wo Westen und wo Osten ist? Soll ein Objekt aufgehoben werden oder damit interagiert werden (z. B. Aufbrechen eines Zauns), so muss der Mauszeiger oft millimetergenau an der Stelle platziert werden, die von den Programmierern dafür vorgesehen ist. Geschieht das nicht, bemerkt man gar nicht, dass es an diesem Ort etwas zu tun gibt. So stolpert der kleine Trupp, der im Verlauf des Spiels mithilfe von rekrutierbaren NPCs wie Cyborgs, Nomaden und Mutanten auf bis zu sechs Mitglieder anwachsen kann, durch die Gegend und versucht mit Hilfe mehr oder weniger kommunikativer NPCs im Kampf gegen das Imperium voranzukommen. Um dem Rollenspiel-Aspekt genüge zu tun, darf auf einem Charakterübersichts-Screen der eine oder andere Wert angehoben werden. Auswirkungen auf das Verhalten der CharakterePro&Contra

Pro:
Fehlanzeige

Contra:
- miese Grafik - schlimmer Sound - rumpeliges, unausgegorenes Gameplay - langweilige Story

wurden allerdings nicht auffällig. Durch viele solcher langweiligen Menü-Ansichten muss sich der Spieler aber glücklicherweise nicht wühlen.

Formblätter bei jeder deutschen Behörde sind spannender. Wer von dem üblen Gameplay-Gerumpel, der miesen Grafik und dem schlimmen Sound bis dahin noch nicht die Schnauze voll hat, der wird spätestens an den regelmäßigen Abstürzen verzweifeln. Bloß nicht die falsche Taste drücken! Entweder friert das Spiel ein oder es stürzt schneller ab, als es der Internet Explorer jemals geschafft hat. Immerhin, auch das ist doch eine Leistung, denkt man so bei sich. Spaß macht das aber trotzdem keinen.Au Weia! Doch zurück zum vermurksten Gameplay. Zu keiner Zeit kann man sich auf dem Spielfeld orientieren, denn es gibt keine Map. Selbst wenn die Richtungsangaben korrekt wären, wie zum Teufel soll ermittelt werden, wo Westen und wo Osten ist? Soll ein Objekt aufgehoben werden oder damit interagiert werden (z. B. Aufbrechen eines Zauns), so muss der Mauszeiger oft millimetergenau an der Stelle platziert werden, die von den Programmierern dafür vorgesehen ist. Geschieht das nicht, bemerkt man gar nicht, dass es an diesem Ort etwas zu tun gibt. So stolpert der kleine Trupp, der im Verlauf des Spiels mithilfe von rekrutierbaren NPCs wie Cyborgs, Nomaden und Mutanten auf bis zu sechs Mitglieder anwachsen kann, durch die Gegend und versucht mit Hilfe mehr oder weniger kommunikativer NPCs im Kampf gegen das Imperium voranzukommen. Um dem Rollenspiel-Aspekt genüge zu tun, darf auf einem Charakterübersichts-Screen der eine oder andere Wert angehoben werden. Auswirkungen auf das Verhalten der Charaktere

Pro&Contra

Pro:
Fehlanzeige

Contra:
- miese Grafik - schlimmer Sound - rumpeliges, unausgegorenes Gameplay - langweilige Story

wurden allerdings nicht auffällig. Durch viele solcher langweiligen Menü-Ansichten muss sich der Spieler aber glücklicherweise nicht wühlen.

Formblätter bei jeder deutschen Behörde sind spannender. Wer von dem üblen Gameplay-Gerumpel, der miesen Grafik und dem schlimmen Sound bis dahin noch nicht die Schnauze voll hat, der wird spätestens an den regelmäßigen Abstürzen verzweifeln. Bloß nicht die falsche Taste drücken! Entweder friert das Spiel ein oder es stürzt schneller ab, als es der Internet Explorer jemals geschafft hat. Immerhin, auch das ist doch eine Leistung, denkt man so bei sich. Spaß macht das aber trotzdem keinen.