Die diversen Handlungsstränge der Metal-Gear-Serie zu verstehen und miteinander in Einklang zu bringen, dürfte selbst eingefleischten Anhängern mittlerweile schwerfallen. Hideo Kojimas Team springt bei diversen Ablegern munter in der Zeitgeschichte herum und bastelt sich so ein ganz eigenes Universum zusammen, das für Außenstehende schon gar nicht zu durchschauen ist.
Daher dürften sich auch nur absolute Fans für Metal Gear Solid: Peacewalker interessieren. Das ist schade, denn der Actiontitel bringt trotz einiger Macken die PSP endlich mal wieder so richtig zum Glühen.
Das heißt, wenn man Sonys Handheld nach langer Suche in der Grabbelkiste in der hintersten Ecke des Spielezimmers wiederfindet. Das edle Hightech-Teil war zuletzt einfach nicht mit vielen guten Titeln gesegnet und schimmelte unbenutzt vor sich hin. Konami bereitet dieser Leidenszeit nun mit dem Schleichshooter ein Ende und bastelt dennoch einige nicht unbedeutende Stolperfallen auf dem Weg zum „Metal Gear“-Vergnügen.
Wer zu zweit spielt, hat deutlich mehr taktische Optionen.Die japanischen Entwickler haben zwar die bekannten Trademarks "Schleichen, Ballern, lange Videos schauen" tadellos auf die PSP-Bedingungen zugeschnitten und auch im Vergleich mit "Portable Ops" (2007) einige ergonomische Verbesserungen implementiert. So lässt sich die Steuerung zwar deutlich besser den eigenen Ansprüchen gemäß konfigurieren und bietet unterschiedlichen Spielervorlieben Raum für Entfaltung, unverständlich ist jedoch, warum beim Sprung ins Inventar oder beim Genießen von Videosequenzen kein Pausenmodus aktiviert wird.
Diese Anpassung an die PSP geht so weit, das der westliche Markt darunter leidet. Der Grund: Peacewalker ist eigentlich darauf ausgerichtet, mit mindestens zwei Spielern gleichzeitig gespielt zu werden. Der Koopmodus erlaubt sogar, in vielen Sequenzen bis zu vier Gamern, am Ablauf teilzuhaben, vor allem bei den Boss-Kämpfen sollen diese zusätzlichen Spieler für die nötige Feuerkraft sorgen. Und genau darin liegt der Haken, denn der gesamte Spielablauf ist eigentlich auf die Anwesenheit mindestens eines weiteren "Snake" ausgelegt. Ist also ein Schleichweg von einer Wache zugestellt, lenkt ein Mitspieler den Soldaten ab.
Allein gegen die feindliche Übermacht anzutreten, artet häufig in Frust aus.Wer allein spielt, muss sich hier etwas anderes einfallen lassen, was die Problemlösung um ein Vielfaches erschwert. Es sei denn, man greift einfach zur Wumme und beseitigt die Gegner und marschiert auf diese Weise recht einfach durch weite Strecken des Spiels - was andererseits zulasten der Heldenwertung geht und damit gleichzeitig das Freispielen von Bonusmissionen und Extras einschränkt.
von Konami, Kojima ProductionsGenre: Action Adventure, Taktik ShooterPSP: 17.6.2010Offizielle WebseiteFreigegeben ab 16 Jahren
Kingdoms of Amalur: ReckoningXBox 360, PS3, PC: 10.2.2012 Vorschau lesen
The Darkness 2XBox 360, PC, PS3: 10.2.2012 Vorschau lesen
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
So ein Quatsch. Ich frage mich, warum man das immer wieder liest. Ich musste einen einzigen Bosskampf wiederholen, alle anderen habe ich auf Anhieb geschafft - und ich glaube nicht, dass ich so viel besser bin als andere. Außerdem sind die Missionen so kurz, dass ich Speicherpunkte als unangebracht empfinde.
"daher zahlt es sich für Singleplayer mehr aus in Rambomanier vorzugehen, anstatt das eigentliche Stealthgameplay - für das die Reihe berühmt ist - anzuwenden."
Habe ich auch schon des öfteren gelesen und kann es einfach nicht verstehen. Bis auf die zwei Missionen bei denen man Kämpfen MUSS, kann man jede andere Mission aufgrund des guten (!) Designs auch im Schleichgang erledigen.
Aber da wir Europäer es ja scheinbar nicht wert sind, werd ich wohl auf beides weiterhin verzichten.