Videospiele sollten laut Hideo Kojima auch sensible Themen aufgreifen, wenn man möchte, dass sie als Kunst anerkannt werden. Denn sollten Entwickler diese Grenze nicht überschreiten und versuchen das auszudrücken, was man wirklich ausdrücken wolle, dann werden Spiele weiterhin nur Spiele bleiben.

Metal Gear Solid: Ground Zeroes - Kojima: Es braucht sensible Themen, damit Spiele als Kunst anerkannt werden

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Sind die meisten Entwickler zu vorsichtig? Und würden Spiele durch das Aufgreifen sensibler Themen Spiele wirklich mehr Beachtung als Kunstform bekommen?
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Man müsse diese Grenzen einfach überwinden, da man sonst nie das erreiche, was Filmen und Büchern gelungen sei - Spiele würden so niemals zur Kultur gehören.

Die TV-Serie Breaking Bad ist für ihn ein Beispiel, wie man diese Grenzen überschreiten kann. In der Serie würden die Macher und Darsteller an ihre Grenzen gehen und es letztendlich so weit wie möglich hinaustreiben, um die Botschaft zu vermitteln. Und das müssen auch Spiele bzw. Entwickler tun. Es würde einfach nicht viele Titel geben, die diesen Weg gehen.

Kojima griff hier auch das kommende Metal Gear Solid 5 auf, in dem es um Rache geht. Er wollte sich nicht davon abwenden und das Thema umgehen. Er wisse, dass er wahrscheinlich viel Kritik einstecken müsse, aber er wollte es zutreffend darstellen.

Letztendlich müssten Kojima zufolge nicht alle Spiele unbedingt so weit gehen, aber das Team will mit Metal Gear Solid 5 einfach eine starke Message vermitteln.

Metal Gear Solid: Ground Zeroes ist für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und seit dem 18. Dezember 2014 für PC erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.