»Mercury Meltdown Revolution« macht Spaß. Die Idee, eine Quecksilberkugel sicher über diverse Untergründe zum Ziel zu balancieren, ist originell und herausfordernd. Je nach Umgebung oder Temperatur des Fußbodens verändern sich die physikalischen Eigenschaften des Materials, so dass an manchen Stellen das ganze equilibristische Können des Zockers gefragt ist - definitiv nichts für Berufstrinker und Menschen mit Parkinson.

Technisch ist das Ganze Wii-typisch sehr gut umgesetzt, denn die Steuerung über die Wii-Mote funktioniert präzise und verzögerungsfrei. Das Prinzip, den Controller quer mit beiden Händen zu bedienen, ermöglicht ein präziseres Kippen und Neigen, was angesichts der mitunter haarigen Levels auch dringend nötig ist. Wer sich gut genug durch den Singleplayer-Modus balanciert hat, wird mit spaßigen Partyspielchen belohnt, bei denen man seinen Kumpels zeigen kann, was man gelernt hat.

Friedfertige Naturen und Waldorfschüler mit gefördertem Bewegungsdrang werden an dem Spiel ebenso ihre Freude haben wie Hardcorezocker, die sich zwischen zwei heißen Deathmatches mal ein Päuschen gönnen wollen - außer natürlich sie bevorzugen eine gemütliche Partie Paintball im nahe gelegenen Wald.

Mercury Meltdown Revolution ist für Wii erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.

Pro

  • Originelle Spielidee
  • Gut umgesetzte Steuerung
  • Kleine Partyspielchen integriert

Contra

  • Nicht mehr ganz zeitgemäßer Celshading-Look
  • Sparsame Sounds

Grafik

Die silberne Glibberkugel wird durch comichaft animierte Levels balanciert, Nintendo-üblich in quietschbunten Primärfarben.

Sound

Die sparsame Geräuschkulisse wird von moderner Elektropop-Musik illustriert. Wer's mag...

Gameplay

Konzentration bitte! Die widerspenstige Schwermetallkugel ist an einigen Stellen nur mit viel Geduld und Spucke zu balancieren. Wo hab ich bloß mein Geduldsmantra...?

Multiplayer

Peppige Partyspielchen, die zwar den intellektuellen Impetus eines Pantoffeltierchens haben, aber dennoch Spaß bringen.