Alles in allem ist »Medal of Honor: Airborne« im Singleplayer-Modus nicht wirklich schlecht, lässt aber deutlich die Freiheiten vermissen, die die Entwickler von Electronic Arts Los Angeles während der Entwicklungsphase versprochen haben. Von der ursprünglich geplanten Bewegungsfreiheit ist eigentlich nur der Fallschirmabsprung am Anfang einer jeder Mission geblieben, der dem altbackenen WW2-Szenario gekonnt ausweicht. Ist man aber erst einmal am Boden angekommen, versinkt das Spiel im alten Trott.

Gut, die Soundkulisse ist wie gewohnt brachial und die grafische Darstellung auf alle Fälle nicht schlecht. Auf der anderen Seite ist der Shooter aber auch wieder deutlich zu kurz und die KI der Gegner als auch die der Kameraden lässt manchmal zu wünschen übrig. Einzig und allein der Multiplayer-Modus kann überzeugen. Als Resümee bleibt uns deshalb nur ein deutliches "Schade"! Wir hätten uns von »Medal of Honor: Airborne« mehr erwartet.

Medal of Honor: Airborne ist für PC, Xbox 360 und seit dem 06. Dezember 2007 für PS3 erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.

Pro

  • Sehr gute Inszenierung
  • brachiale Soundeffekte
  • Upgrades für Waffen
  • Fordernder Schwierigkeitsgrad
  • Guter Mehrspielerpart

Contra

  • Zu geringer Spielumfang
  • Fehlende Abwechslung bei den Missionen
  • Dumme KI
  • Altbackenes Spielkonzept
  • Keine Interaktion mit Umgebung

Grafik

Die grafische Darstellung ist im Großen und Ganzen gelungen, auch wenn einige Texturen manchmal ziemlich karg daher kommen. Ein Lob gebührt den Entwicklern hingegen für die Ausleuchtung der Level.

Sound

Typisch für die Reihe ist die Soundkulisse, die in Medal of Honor: Airborne wieder brachial ausgefallen ist. Die Waffen hören sich grandios an, während die Soundeffekte der Explosionen eine beklemmende Atmosphäre hervorrufen.

Gameplay

Anfangs macht der Shooter noch einen frischen Eindruck, was vor allem dem Fallschirmsprung zu verdanken ist. Das eigentliche Spiel hat sich indes kaum verändert: Langweilige Missionsziele, dauerrespawnende Soldaten und eine dumme KI.

Multiplayer

Im Multiplayer-Part blüht der WW2-Shooter noch einmal deutlich auf. Hier geht zumindest das Konzept der Fallschirmsprünge auf, da man wirklich hinter feindlichen Stellungen einschweben kann, um seine Kontrahenten aus dem Hinterhalt zu erledigen.