Wie EA in einer Pressemitteilung bekannt gibt, werden sie mit rechtlichen Schritten gegen die USK vorgehen. Hintergrund ist der, dass sie der Stelle für die Prüfung und Altersfreigabe von Computer- und Videospielen die ungeschnittene PEGI-Fassung von Medal of Honor mit der Kennzeichnung 18+ vorlegten. Diese bekam jedoch keine Kennzeichnung, so dass sie im Gegensatz zur geprüften 'USK 18'Fassung indiziert werden kann.

Medal of Honor - USK verweigert Kennzeichnung - EA will klagen

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Medal of Honor stand in den letzten Wochen und Monaten häufig in der Kritik.
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Pressesprecher Martin Lorber sagte dazu: "Bei der Entwicklung des Spiels haben wir großen Wert auf eine möglichst realistische, filmartige Darstellung gelegt. Die filmähnliche Grafik präsentiert sich detailreich und beschönigt den Kriegsalltag in keiner Weise. Die Hintergrundgeschichte, in die der Spieler in besonderer Weise eingebettet ist, problematisiert vielmehr das Kriegsgeschehen. Zunehmend zweifeln die Soldaten am Sinn der Befehle, die sie auszuführen haben."

Das Spiel folge nach Angaben von EA der Tradition filmischer Umsetzungen der Kriegsthematik wie etwa Soldat James Ryan oder Inglourious Basterds, die ebenso mit teilweise sehr drastischen Gewaltdarstellungen arbeiten. Daher sei die Nichtkennzeichnung in EAs Augen nicht nachvollziehbar, weshalb sie nun rechtlich dagegen vorgehen werden. Hier würde "schlicht mit zweierlei Maß gemessen".

Die USK selbst äußerte sich noch nicht zu dem Vorfall.

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