Erst kürzlich hat sich Electronic Arts dazu entschlossen, die Taliban aus dem Multiplayermodus des neusten Medal of Honor zu entfernen. Aber auch eine Umbenennung der Taliban in „Opposing Force“ hat nicht dazu geführt, das Verkaufsverbot des US-Militärs aufzuheben.

Medal of Honor - Trotz Zensur der Taliban kein Verkauf auf US-Militärbasen

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Keine Taliban mehr - aber trotzdem kein Verkauf auf Militärbasen.
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In einer Stellungnahme des AAFES Commanders Major General Bruce Casella heißt es:

„Aus Respekt vor denen, die von den Vorkommnissen, reale Ereignisse, die als Spiel dargestellt werden, berührt wurden, werden unsere Läden dieses Produkt nicht führen. Ich erwarte, dass die Militärfamilien, die autorisiert sind, in diesen Läden einzukaufen, sich der Entscheidung, dieses spezielle Produkt nicht zu verkaufen bewusst sind und sie verstehen.“

Das Problem mit den Taliban im Multiplayer entstand, wie EA kürzlich selbst bestätigte, nicht aufseiten des Militärs. Vielmehr wurde die öffentliche Aufmerksamkeit erst durch einen Fernsehbericht und ein Interview mit einer Angehörigen eines im Irak gefallenen Soldaten auf das Spiel gelenkt.

In den darauf folgenden Wochen entstand eine umfangreiche Diskussion darüber, ob es zulässig wäre, die Taliban in einem Computerspiel auftreten zu lassen. Die Argumentation dagegen lautete, es sei respektlos gegenüber den Familien, die wohlmöglich ihre Söhne im aktuell andauernden Konflikt in Afghanistan verlören.

Zudem wäre es nicht angemessen, einen aktuell andauernden Krieg in einem Videospiel zu verarbeiten. Spiele über den Zweiten Weltkrieg wären in dieser Hinsicht weit weniger problematisch, weil in diesem Fall ja immerhin keine echten Menschen mehr in einem echten, noch andauernden Konflikt sterben würden.

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