Das Brodeln im Hintergrund um das neue Medal of Honor, in dessen Multiplayer-Modus die Spieler auch in die Rolle der Taliban schlüpfen können, nimmt kein Ende. Die Spielekette Gamestop will das Spiel nun nicht auf US-Militärbasen anbieten.

Medal of Honor - Darf nicht auf US-Militärbasen verkauft werden

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 71/741/74
Sind die Taliban im Multiplayer Schuld daran, dass das neue MoH nicht auf Militärbasen verkauft werden darf?
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

In den Gamestop Läden, die sich in Army & Airforce Exchange Service Einrichtungen auf dem Gelände von US-Militärstützpunkten befinden, wir das das neue Medal of Honor weder beworben, noch werden Kopien davon zum Verkauf angeboten. Auf Nachfragen, ob das US-Militär zu dieser Aktion aufgefordert hätte, sagte ein Sprecher der AAFES, dass sie niemand dazu aufgefordert hätte. Es wäre einzig und allein die Entscheidung dieser Einrichtung gewesen, Werbung und Verkauf für das neue Spiel zu unterlassen.

Als Begründung für diesen Schritt wird Major General Bruce Casella zitiert, der die Leitung über die AAFES inne hat: „Aus Respekt gegenüber denen, denen wir unsere Dienste anbieten, werden wir das Spiel nicht zum Verkauf bereitstellen. Wir bedauern jedwede Unannehmlichkeit, die das den offiziellen Händlern verursachen könnte, sind aber optimistisch, dass sie die Sensibilität verstehen, mit denen dieses Produkt Lebens- und Todesszenarien als Unterhaltung anbietet. Als militärisches Kommando mit der Mission Einzelhandel zu betreiben, dienen wir einem sehr einzigartigen Kundenstamm der den Kampf im echten Leben bereits gesehen hat oder noch sehen wird.“

Vorbestellungen des Spiels an einen Gamestop auf einer AAFES-Basis werden an den nächsten Laden außerhalb der Basis weitergeleitet. Die Sache wird allerdings etwas unklar, wenn ein Soldat versucht, eine gebrauchte Version des Spiels in einem Gamestop auf einer Basis zu verkaufen.

„Da das Spiel noch nicht veröffentlicht ist, arbeiten wir noch an derartigen Details. Das Verkaufsverbot bezieht sich explizit nur auf die neuste Version des Spiels“, so Judd Anstey, Sprecher der AAFES.

Bereits im Jahre 1996 wurde in den USA ein Gesetz erlassen, dass es verbietet, pornografisches Material auf US-Militärbasen zu verkaufen. Es ist also nicht das erste Mal, dass Produkte dort nicht verkauft werden dürfen.

Von Gamestop und EA sind bisher keine Kommentare bekannt.

Medal of Honor ist für PC, PS3 und Xbox 360 erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.