Der britische Verteidigungsminister Liam Fox ruft Händler dazu auf, Medal of Honor nicht zu verkaufen.

Medal of Honor - Britischer Verteidigungsminister fordert Verbot

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Im Multiplayer-Modus spielt man auf Seiten der Koalition oder der Aufständischen
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Nachdem die US-Medien bereits groß um das Thema Taliban in Medal of Honor berichtet haben (unter anderem Fox News), meldet sich jetzt auch England zu Wort, genauer gesagt Liam Fox, der Verteidigungsminister des Landes.

Laut Zitaten britischer Medien sei er vom Spiel angewidert und sehr verärgert. „Durch die Taliban haben Kinder ihre Väter und Frauen ihre Ehemänner verloren. Es ist schockierend, dass jemand denkt, es sei akzeptabel die Taten der Taliban gegen britische Soldaten nachzubilden.“

Fox ruft die Händler im Land dazu auf, ihre Unterstützung für die eigenen Truppen zu zeigen und „dieses geschmacklose Produkt“ zu verbannen.

Electronic Arts meldet sich diesbezüglich mit der bereits bekannten Aussage, dass jeder Konflikt nun mal zwei Seiten hat. „Im Medal of Honor Multiplayer muss jemand der Taliban sein. Niemand der Videospiele spielt wird davon schockiert oder überrascht sein", so eine Sprecherin von EA.

Auch aus Deutschland gibt es eine Reaktion, wie Focus Online berichtet. Bundeswehrverbandssprecher Wilfried Stolze: „Es ist widerwärtig, so ein Spiel auf den Markt zu bringen, während in Afghanistan Menschen sterben.“

Wie das bei „Skandalen“ so ist, wird es dem Spiel wohl eher helfen als schaden, wenn es am 15. Oktober erscheint.

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