David HainFrüher ging es in Rollenspielen noch gediegener zu. Da war man schon gefesselt, wenn Zauberer X Prinzessin Y aus Königreich Hastenichgesehn entführt hat. Oder wieder einmal irgendwer mit irgendetwas die Weltherrschaft an sich reißen wollte und wir mit einem Helden loszogen, der wahlweise der Auserwählte, der verlorene Sohn irgendeines Königs, ein Waisenkind mit Superkräften oder auch einfach alles auf einmal gewesen ist.
Heute ist das ein wenig anders, denn die Computerspiel-Branche hat die große Menschlichkeit für sich entdeckt. Politik, Sex, Korruption, Verrat, Fremdenhass – was nach dem üblichen Tagesgeschäft auf Seite eins der Bild-Zeitung klingt, ist stattdessen nur eine grobe Übersicht der Themenvielfalt, die sich im neuen Bioware-Meisterwek Mass Effect durch die mitreißend erzählte Geschichte spinnt.
Erzählerisch extrem dichtes SciFi-Märchen, das viele Rollenspiel- Tugenden ob seiner brillanten Geschichte glatt vergisst.FazitDabei klingt der eigentliche Handlungsrahmen noch relativ unspektakulär: Mithilfe eines mächtigen Artefaktes will Fiesling Saren eine mysteriöse Rasse von Maschinenwesen reaktivieren, um alles Leben im Universum auszulöschen. Immer mehr Anzeichen für die Rückkehr der todbringenden Weltenvernichter verdichten sich. Also schickt der Rat der intergalaktischen Völker den Specter Commander Shepard, um Saren zu stoppen.
Es menschelt sehr: Sogar Sex wird im Laufe der Story thematisiert.Soweit, so Groschenroman. Doch obwohl das Storygrundgerüst nicht frei von Klischees ist, liegt die narrative Stärke von Mass Effect nicht darin, was während des rund 40-stündigen Abenteuers erzählt wird, sondern wie. Großen Anteil daran haben die erstklassigen Dialoge und die tiefe Charakterzeichnung – schließlich hat hier wie im Vorgänger Knights of the Old Republic jeder noch so unwichtige NPC eine individuelle Persönlichkeit.
von Electronic Arts, Bioware
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1) Grafik, trotz Unkenrufe hervorragend. Ich meine, die etwas tristeren Stellen kann man in Kauf nehmen. Andererseits ist die Einrichtung weitgehend lieblos gestaltet, Marke: Großfrachthafen, ohne Persönlichkeit - nur Kisten, vergleicht das mal mit anderen Rollenspielen, wie der GOTHIC SERIE, oh Mann!. Auch die Räume wie die Krankenstation auf der Citadell sehen aus als wäre gerade der staatliche Zwangsvollstrecker mit dem " Uhu " da gewesen.
2) Handlung:Vieles erschließt sich nicht. Warum muß ich ständig INSIGNIEN und ROHSTOFFQUELLEN finden. Das ist so überflüssig wie das Flaggensammeln in ASSASSIN´S CREED. EIN kleiner SATZ: Captain Shepard, sie haben auch die Aufgabe zur Erforschung und werden danach als Spektor bewertet mit abschließender Rangeinstufung je nach Erfolg. Im Endfazit, so wie in PIRATES! mit Bewertung, das hätte doch weit aus mehr Stimmung gebracht. Auch die beiden seltsamen Forscher auf der Citadell mit ihrem Keeperprojekt, die hätte man doch als Schläfer zur feindlichen Aktivierung der Citadell einbauen können. So hing das ganze in der Luft.
Die Problematik der Nebenmissionen, das steht schon im Artikel.
3) Steuerung, Verglichen mit M.E. 2 so steif wie eine Stockente. Auch die Exaktheit der Schüsse und der, nennen wir es mal Mutantenfähigkeiten, ist reichlich hölzern und ungenau. Andererseits sind gerade diese Sondergaben, wenn man sich trotz der dürftigen Einführung in Spiel und Handbuch, daran gewöhnt hat, schon ziemlich eindrucksvoll. Die Einarbeitung ist zu schwer.
4) Tagebuch: Auch hier M.E. 2 ist übersichtlicher was die abgearbeiteten Systeme angeht. Ich muß mir immer eine Papierliste führen um nicht durcheinanderzukommen.
5) Ausrüstung: Eine generelle Vergleichsbewertung der Ausrüstung wäre nett gewesen, so kauft man im Einsatz bei den gefundenen Gegenständen die Katze im Sack.
Ich wünschte es würde sich mal einer für ein PERRY RHODAN - Spiel so in Zeug legen.
M. E. wäre trotz aller Kritik ein gutes Vorbild für ein entsprechendes Rollenspiel.
Ich persönlich bewerte M. E. mit 75% denn mehr ist es trotz allem insgesámt nicht wert, verglichen mit anderen Rollenspielen die ich besser finde.
@ Blutdurst: Die NPCs sind in der Tat alle toll vertont und haben Ihren eigenen Charakter. Es gibt aber auch welche (viele) die nat. einfach nur rumstehen, reden und das zu jeder Tageszeit. Mit diesen kann man nicht kommunizieren, sondern nur mit ausgewählten, diese wiederum sind aber, wie im Test erwähnt, super in Szene gesetzt.
Ich würde dem Spiel, dank der tollen Story, Grafik und der Charaktere, sowie dem neuen stimmungsvollen Universum um die 87- 88 % geben. Über 90 % wäre es mir Wert, wenn die Mängel, wie das mit dem Geld (zu schnell- zu viel) und den Nebenquests (etwas ähnlich , die Schlauchlevels) anders wäre (dafür ist dann im 2. Teil Platz). Zudem kam ich mit 26 Stunden ca. durch das Spiel (habe FAST alle Nebenquests gemacht), was etwas dürftig ist aber ich spiele es gerade ein 2. Mal durch und bin gespannt wie lange ich nun brauche (nun mache ich alle Quests, sowie 2-3, die ich beim 1. Mal nicht mehr machen konnte, auf dem Planeten Ferres). Desweiteren macht es Spaß nun einen "Abtrünnigen" zu spielen.
MfG
Zum Thema Autosave: Was nützt mir eine Autosavefunktion, wenn sie nur selten automatisch speichert, sprich ihren Zweck erfüllt. Es gibt halt Leute, die nicht einen Stein auf die Quicksave-Taste legen.
Muss man das Spiel nun online registrieren wenn man es das erste mal installiert hat? Und ist es nun so das man es, wie bei Bioshock, nur bis zu dreimal auf anderen Rechnern installieren darf?
Danke schon mal für die Antwort, ansonsten guter Testbericht! Weiter so.
es steht doch: "Kritik auf hohem Niveau"
Dass die Autosave nicht funktioniert ist ja auch kein Beinbruch(weil man ja manuell speichern kann), aber wozu die Autosavefunktion einbauen, wenn diese nicht Funktioniert? Insofern ist die Kritik hier gerechtfertigt.
Den Absatz mein ich. Ich habs zwar nicht genau übersetzt aber dass habe ich da herausgelesen
Der von uns kritisierte Punkt beschreibt allerdings etwas anderes: Die Auto Save-Funktion greift bei Mass Effect nur sehr selten und dann auch ziemlich wahllos. Oftmals mussten wir nach 30 Minuten Spielzeit innerhalb einer Quest, von Beginn des Levels anfangen, wenn wir ins virtuelle Gras gebissen haben. Man ist also gezwungen ständig manuell zu speichern.
Wo hast du das denn gelesen? Im Test schreibe ich von einer sterilen und leblosen Welt, die ausgefeilten Charaktere haben damit nix am Hut.
Das Fazit sagt es doch ganz gut: Mass Effect ist ein tolles Spiel mit schöner Story, gibt aber Anlass zur Kritik - dabei aber auf hohem Niveau.
Und wenn dann so kontroversen wie Selbst der unwichtigste NPC ist liebevoll gestaltet und hat tolle Redesequenzen etc und eine Seite weiter heisst es. Die ab und zu einem über den Weg laufenden NPC sehen leeblos und abwesend aus. Da bin ich dann total verwirrt.
Wird es eine Demo geben? Ich weiss immo echt nicht ob ein kauf sich lohnt.
Mass Effect ist aber trotzdem besser und ein geniales Game =)