Beim Marvel Phase 3 Live-Presse-Event in Los Angeles verkündete Marvel Studios Präsident Kevin Feige so einige überraschende Neuigkeiten. Die Fans sind aus dem Häuschen und sprechen nur noch über die neuen Details. Interessant sind aber auch die Details, auf die man vergeblich wartete.

Marvel - Was beim Marvel Phase 3 Event vermisst wurde, plus Age of Ultron Clip

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Marvel Studios' Präsident Kevin Feige bei der gestrigen Präsentation (Bild von comingsoon.net)
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Für Comic-Afficionados und Marvel-Fans war das gestrige Live Event von Marvel in Los Angeles ein Segen. Nicht nur, dass Präsident Kevin Feige die tatsächlichen Titel der kommenden Filme der Marvel Phase 3 enthüllte (Captain America: Civil War, Thor: Ragnarok), Marvels Inhumans wurde ebenso bestätigt wie auch Captain Marvel und Black Panther, damit sind die Filme nicht mehr länger nur Gerüchte. Zudem wurde Guardians of the Galaxy 2 um einige Monate auf den 5. Mai 2017 vorverlegt.

Doch die wichtigste Nachricht dürfte die sein, dass Avengers 3 nun auf zwei Filme mit dem Titel The Avengers: Infinity War Teil 1 und 2 verteilt wird, die jeweils im Mai 2018 und Mai 2019 in den Kinos starten sollen. Klar ist damit, dass es in jedem Fall um das Finale mit Thanos gehen wird, denn in den Comics gelingt es Thanos sämtliche Steine der Unendlichkeit zu finden, und sie in den Handschuh der Unendlichkeit einzusetzen, um mit ihm nahezu das gesamte Universum zu vernichten. Sicher dürfte sein, dass der Grund hierfür im Marvel Cinematic Universe ein anderer sein dürfte als in den Comics.

Nun gäbe es allerdings vertragliche Hindernisse, denn die Salkind-Klausel besagt, dass man aus den Szenen, die ein Schauspieler für einen bestimmten Film gedreht hat, nicht einfach ohne sein Wissen einen weiteren Film machen kann. Ein Schauspieler muss bei Vertragsabschluss also immer wissen, für wieviele Filme er tatsächlich unterschreibt. Damit könnten Robert Downey Jr. und Chris Evans gar nicht ohne neue Verträge in beiden Infinity War Filmen auftauchen. Doch es könnte durchaus sein, dass diese beiden Filme das gesamte Marvel Cinematic Universe vereinen, und die Superhelden der ersten Stunde [Marvels The Avengers] lediglich in Teil 2 auftauchen könnten, während die neuen, in Phase 3 eingeführten Superhelden und die Guardians of the Galaxy den ersten Teil bestreiten.

Ein Hinweis auf eine derartige Vorgehensweise versteckt sich im Titel vom dritten Thor-Film Thor: Ragnarok. In den Comic-Ausgaben 80 bis 85 von Thor Vol. 2, die von Juli 2004 bis Dezember 2004 veröffentlicht, und 2005 als Paperback-Ausgabe mit dem Titel Avengers Disassembled: Thor / Ragnarok neu herausgegeben wurden, werden Asgard und alle seine Bewohner vernichtet, während Thor selbst in eine Art Tiefschlaf verfällt. Damit wäre Thor zumindest für einen der beiden Infinity War Teile aus dem Rennen, wenn nicht sogar für beide. Das natürlich nur, gesetzt dem Fall, dass Marvel Studios die Story von Thor: Ragnarok ähnlich auslegt. Doch genaue Pläne und Inhalte sind momentan noch nicht erhältlich.

Doch dann sind da noch die Details, die man unter Umständen erwartet hat, und die gestern nicht kamen.

Benedict Cumberbatch:

Als erstes wäre da natürlich Schauspieler Benedict Cumberbatch, den Marvel Studios nur allzu gerne als Doctor Strange sehen würde. Auf dem Live-Event wurde Chadwick Boseman als Hauptdarsteller für Black Panther vorgestellt. Doch bei Doctor Strange wurde Cumberbatch weder bestätigt, noch anderweitig genannt. Klar, dass der Darsteller auch nicht anwesend war. Marvel Studios verkündete zwar, dass man sich in finalen Gesprächen mit Cumberbatch befinde, doch wirklich bestätigt scheint er noch nicht zu sein, denn auf die Frage hin, ob Cumberbatch dabei sein wird, antwortet Feige, "Wenn es bereits bestätigt wäre, hätten wir ihn heute vorgestellt."

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Hulk wird wohl so schnell keinen eigenen Film mehr erhalten
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Hulk:

Ein Hulk-Solofilm? Der derzeitige Hulk-Darsteller Mark Ruffalo hätte nichts dagegen. Doch zwei mehr oder weniger erfolglose Filme haben Marvel Studios wohl allzu sehr abgeschreckt. Auf die Frage nach einem Solo-Film des grünen Riesen gibt Feige lediglich die vage Antwort, dass man Hulk in den Avengers-Streifen sehen werde. Ein Solo-Film ist wohl selbst den erfolgsverwöhnten Produzenten von Marvel Studios zu riskant. Vor allem wohl ein eventueller Bruch in der Erfolgskette durch einen weiteren Hulk-Flop.

Black Widow:

Ein Solofilm für Black Widow war so gut wie sicher. Scarlet Johanssons Darstellung von Natasha Romanoff alias Black Widow hat viele beeindruckt, und die Fans verlangen seit längerem nach einem Solofilm der taffen Agentin. Doch beim gestrigen Live-Event gab es nichts dergleichen zu hören. Kein Solofilm für Black Widow. Stattdessen dürfen sich Fans weiblicher Superhelden auf Captain Marvel freuen, die ab dem 6. Juli 2018 über die Leinwände preschen wird. Warum also kein Black Widow Film? "Weil sie so gut in der Zusammenarbeit mit den Avengers ist", so Feige. Gut möglich, dass Johansson für einen Solofilm mittlerweile zu teuer geworden ist, jetzt nachdem Luc Bessons Lucy mit ihr in der Hauptrolle weltweit über 400 Millionen Dollar einnehmen konnte.

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Wird Spider-Man seinen Avengers-Auftritt erhalten?
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Spider-Man:

Anfang Oktober gab es gigantische Gerüchte bezüglich der Rechte zu Spider-Man. Bekanntlich liegen die Filmrechte bei Sony Pictures. Dort hat man sich allerdings aufgrund der Angst einer gefürchteten Ermüdungserscheinung des Publikums dazu entschieden, The Amazing Spider-Man 3 nach hinten zu verlegen, und stattdessen die geplanten Spin-offs zu Venom und The Sinister Six noch vorher in die Kinos zu bringen. Gerüchten zufolge verhandeln Sony Pictures und Marvel Studios um eine gemeinsame Nutzung der Spider-Man-Filmrechte. Vorstellbar wäre ein Einsatz von Spider-Man in einem oder in beiden Infinity War Teilen. Das wäre auch ein Push für den Kinostart von The Amazing Spider-Man 3, der wenige Monate nach Infinity War Teil 1 in den Kinos starten wird. Allerdings wurde darüber kein Wort verloren. Entweder handelte es sich dabei also doch nur um ein Gerücht, oder Marvel Studios will sich die Überraschung noch aufbewahren.

Runaways:

Auch zu Brian K. Vaughan und Adrian Alphonas Comicserie Runaways, in der sechs Jugendliche herausfinden, dass ihre Eltern Teil einer bösen Organisation namens The Pride sind, gab es keinerlei Information auf dem Live-Event. Dass es sich dabei allerdings nicht bloß um ein Gerücht handelt, bestätigte Feige, indem er mitteilte, dass ihm das Drehbuch hierzu zwar gefalle, es aber noch lange nicht reif sei. Zudem sei wohl auch noch nicht klar, in welche Richtung Runaways gehen soll. So komme das Format sowohl für eine TV-Serie als auch für einen Kinofilm in Frage.

Was haltet ihr von den ganzen Details, die Marvel präsentiert hat?

Hier nun auch der von Marvel versprochene Clip aus The Avengers: Age of Ultron: