Es ist an sich schon Überraschung genug, Nintendos erste Garde und Ubisofts Rabbids gemeinsam in einem Spiel anzutreffen. Dass dieses Spiel aber auch noch ein rundenbasiertes Strategiespiel ist, macht Mario + Rabbids: Kingdom Battle endgültig zu einem Kuriosum.

Das erwartet euch im neuen Mario + Rabbids Kingdom Battle:

Mario + Rabbids: Kingdom Battle - E3 2017: Erste Vorschau Ein weiteres Video

Wir hatten sie quasi schon abgeschrieben: Lässt man Mobile-Titel außen vor, ist die Zeit der Rabbids und ihrer Spiele lange vorbei. Im Rahmen einer – dummerweise zuvor durchgesickerten – E3-Überraschung kündigte Ubisoft dann vor einigen Wochen die Rückkehr der schreienden Karnickel an. Was daran bemerkenswert ist: Mario + Rabbids: Kingdom Battle ist ein Crossover-Spiel. Die Hasen treffen auf Mario, Luigi und weitere Charaktere aus dem Nintendo-Kosmos. Dies dürfte die Risiken für Ubisoft minimiert haben, schließlich wusste man zum Start der Entwicklung nicht, wie gut die Switch ankommen würde. Ein Flop der Hardware wäre bei einem Exklusivtitel ein Ärgernis gewesen.

Mario + Rabbids: Kingdom Battle - „It’s-a me: BWAAAH!“

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 21/281/28
Mario + Rabbits im Test: Die knallbunten Kämpfe sind rundenbasiert
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Durch die Nintendo-Charaktere (und mittlerweile auch durch den Erfolg der Switch) stehen die Verkaufschancen aber nicht schlecht – Mario geht schließlich immer. Grundsätzlich dürften auch die Rabbids gerade bei jüngeren Spielern gut ankommen. Aber die erleben dann vielleicht nicht das Spiel, das sie erwartet haben. Die Entwickler haben sich von allen naheliegenden Routen ferngehalten: Leicht hätte man aus dem Maskottchen-Meeting ein Partyspiel machen können. Oder ein Jump & Run. Vielleicht sogar eine Art Super Smash Bros. Das finale Spiel pfeift darauf. Es ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, ein „X-COM mit etwas anderen Aliens“. Das sollte man wissen und mögen. Völlig wertneutral ist Kingdom Battle nichts für Kinder, die noch nicht lesen und die Mechaniken eines Strategiespiels nicht durchdringen können – auch wenn sie im Laden quengelnd vor dem Spiel stehen mögen. Ebenso ist es nichts für ungeduldige Spieler, die einfach bunte Zerstreuung suchen. Denn Mario + Rabbids nimmt sich und sein Genre ernst.

Mario + Rabbids: Kingdom Battle - „It’s-a me: BWAAAH!“

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 21/281/28
Folgt Beep-O über die Karte zum nächsten Ziel
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Stress mit dem SupaFusionierer

Aber der Reihe nach: Wie finden Mario-Charaktere und Rabbids überhaupt zueinander? Das ist dem SupaFusionierer zu verdanken, einer Art Spezialbrille, die zwei Sachen zu etwas Neuem kombiniert. In den Händen verrückter Rabbids werden daraus eben zwei ganze Universen. Im Pilzkönigreich bricht daraufhin das Chaos aus und es obliegt Mario, Luigi, Peach und Yoshi, die Hasenbande zu bändigen – vor allem Spawny, den Rabbid mit dem SupaFusionierer. Zumindest ein paar der Hasen helfen dabei mit – sie wurden im Fusionschaos zu Rabbid-Varianten der vier genannten Nintendo-Ikonen. Eine zentrale Rolle spielt zudem Beep-O, eine Art sprechender Staubsauger-Roboter. Ihn steuert ihr direkt durch die Spielwelt, die Charaktere folgen ihm.

Die normale Spielansicht erinnert mit ihrer hoch und weit entfernt platzierten Kamera ein wenig an eine Partie Mario Party. Hier wie dort geht er vor allem um die Übersicht. Denn innerhalb der vier Welten, durch die ihr lauft, findet direkt auch die Hauptattraktion des Spiels statt – die rundenbasierten Kämpfe. Bevor ihr euer aktuelles Trio damit loslegen lasst, überfliegt ihr erstmal die Map und verschafft euch einen Überblick über Feinde, Deckungen und Co.

Mario + Rabbids: Kingdom Battle - „It’s-a me: BWAAAH!“

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 21/281/28
Benutzt allerlei Zauber und Attacken im Kampf
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Anschließend beginnt der Kampf und ihr zieht eure Figuren. In einer Runde kann sich jeder Charakter innerhalb eines bestimmten Radius‘ bewegen, einen Angriff und eine Spezialaktion ausführen. Das Spiel nimmt sich innerhalb der ersten Welt viel Zeit, euch mit allem vertraut zu machen. Die wichtigsten Faustregeln kapiert man schnell: Jede Figur sollte nach ihrem Zug hinter einer Deckung stehen, Angriffe aus erhöhter Position hauen mehr rein und Spezialaktionen sind extrem wichtig. Während eure primären Angriffe meist Schüsse aus der Entfernung sind, unterschieden sich die Zweitwaffen und charakterspezifischen Fähigkeiten sehr: Mario zum Beispiel kann im Nahkampf einen Hammer für Flächenschaden schwingen und durch die Fähigkeit „Heldensicht“ auch während des gegnerisches Zuges in seine Schussbahn laufende Feinde attackieren. Rabbid Peach heilt bei Bedarf alle Mitstreiter in ihrer Umgebung. Und Luigi kann die Reichweite seiner Freunde boosten oder explosive Mini-Fahrzeuge losschicken. Die Zweitwaffen und Skills haben in der Regel Cooldown-Zeiten von mehreren Runden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis: