Seit der Einführung von Nintendos Wii ist die Plattform als Partytool und Minispiel-Konsole verschrien. Inzwischen gibt es allerdings auch zahlreiche Titel, die das Gegenteil und somit die Vielseitigkeit der Wii unter Beweis stellen. Mario Party 8 ist dagegen erneut ein klassisches Partyspiel, das Gebrauch von den Bewegungssensoren macht und eine Menge Kurzweil verspricht. Was hat das Spiel zu bieten und kommen gesellige Spieler überhaupt um diesen Titel herum? Wir werfen die Würfel!

Ein Brett, vier Spieler und eine Menge Spaß
Das Konsolenkonzept der Wii hat sicherlich viele Menschen angelockt, die mit Videospielen zuvor wenig Erfahrung gesammelt haben. Aus diesem Grund dürfte auch das Spielkonzept von Mario Party für viele unserer Leser Neuland darstellen. Obwohl es sich inzwischen um eine traditionelle und über die Jahre qualitativ stark schwankende Serie handelt, hält Mario Party in der nunmehr achten Auflage in vielen Wohnzimmern vermutlich erstmalig Einzug.

Mario Party 8 - Partyspaß mit Mario & Co: Wer keine Freunde hat, lässt aber besser die Finger von diesem Spiel...

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Die Spielfelder sind bunt und abwechslungsreich.
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Vier quietschbunte und niedlich animierte Nintendo Charaktere wie beispielsweise Mario, Yoshi, Wario, Toad oder Prinzessin Peach betreten eines der insgesamt sechs unterschiedlich thematisierten Spielbretter. Vom Südseeatoll, das stark an Super Mario Sunshine erinnert, über ein Spukschloss und eine Tycoon-Stadt bis hin zu einem fahrenden Zug stehen äußerst abwechslungsreiche und interessante Szenarien bereit. Auf jedem dieser Spielbretter sind Felder eingezeichnet, über die ihr eure Spielfigur bewegt. Die Beteiligung von wahlweise zwei oder vier Mitspielern ist übrigens obligatorisch - finden sich nicht genug menschliche Mitspieler, kommen KI-Gegner zum Einsatz, deren Talent ihr in drei Stufen bestimmen könnt.

Süßigkeiten für Alle!
Gewürfelt wird intuitiv per Wiimote - ein rotierender Würfel wird über eurem Spielcharakter eingeblendet und mit einer beherzten Aufwärtsbewegung der Wiimote springt euer Nintendo-Held in die Luft und stoppt den Würfel. Anschließend rückt eure Spielfigur um die Anzahl der gewürfelten Felder nach vorne. Sämtliche Spielfelder sind in zwei verschiedene Farben aufgeteilt. Kommt ihr auf einem blauen Feld zum stehen, erhaltet ihr drei Münzen. Ein rotes Feld zieht euch dagegen Münzen ab.

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Die Minispiele reichen von total verrückt bis zu niedlich genial!
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Neben den Standardfeldern gibt es noch zahlreiche Spezialfelder, auf denen ihr aussetzen müsst, noch mal würfeln dürft, um eine zufällige Anzahl von Feldern nach vorne katapultiert werdet oder Bonbons bekommt. Solche Bonbons sind ein zentraler Bestandteil des Spiels, da ihr sie aufsparen und zum richtigen Zeitpunkt verwenden könnt. Wer eines der verschiedenen Bonbons vor seinem Zug verwendet, beraubt beispielsweise alle Mitspieler, die ihm beim Vorrücken begegnen, um ein paar Münzen oder befördert sie sogar auf das Startfeld zurück. Witzig ist beispielsweise auch das Sprungfeder-Bonbon. Wer diese Süßigkeit nascht, wirft per Wiimote einen Pfeil auf eine rotierende Scheibe, die Portraits der Kontrahenten zeigt. Anschließend rückt ihr bis zur Position des getroffenen Mitspielers vor.

Anders als bei konventionellen Brettspielen wirken die Spielbretter von Mario Party 8 sehr lebhaft und bergen viele Rätsel und Überraschungen. Auf manchen Brettern könnt ihr euch an Weggabelungen entscheiden, welchen Weg ihr nehmt, oder gegen die Investition von Punkten eine Abkürzung nehmen. Auf diese Weise befördert euch beispielsweise ein hübsch animierter Delfin von einem Spielfeld quer über das Wasser zu einem deutlich weiter vorne liegenden Feld. In Shops dürft ihr sogar gezielt auf Shoppingtour gehen und Bonbons kaufen.

Minispiele
Haben alle Spieler ihren Zug beendet, erwartet euch am Ende der Runde ein Minispiel, in dem ihr um weitere Münzen kämpft. Nun ist es entscheidend, auf welcher Feldfarbe die vier Spieler stehen. Stehen beispielsweise zwei Spieler auf einem roten und die beiden anderen auf einem blauen Feld, kommt es zu einem Zwei-gegen-Zwei-Spiel. Drei-gegen-Einen-Spiele ergeben sich bei entsprechenden Positionen. Stehen dagegen alle Spieler auf der gleichen Farbe, spielt jeder gegen jeden. Welches Minispiel nun gespielt wird, entscheidet der Zufallsgenerator.

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Hämmern was das Zeug hält - hier ist Tempo gefragt!
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Es folgt ein Bildschirm, auf dem ihr per Wiimote das Regelwerk des Minispiels und die Steuerung erläutert bekommt. Anfänger können das Spiel nun erstmal üben, bevor es ernst wird. Die meisten der knapp 80 Spiele machen mit menschlichen Mitspielern eine Menge Spaß und sorgen für viel Abwechslung. Mal gilt es ein gutes Reaktionsvermögen zu zeigen, mal ist auch einfach nur Glück im Spiel. Am Ende des Spiels werden Münzen verteilt, wobei der Sieger mit einem Gewinn von zehn Talern belohnt wird. Leider zeigte sich im Test, dass ein gutes Abschneiden bei den Minispielen noch lange keinen Gesamtsieg verspricht. Das Würfelglück ist der dominierende Faktor, was auf Dauer für Frustmomente sorgt.

Jagd nach den Sternen
Nach dem Minispiel wiederholt sich der Spielablauf mit einer neuen Runde. Zunächst macht jeder Spieler seinen Zug, und dann folgt wieder ein Minispiel. Gewonnen hat der Spieler, der am Ende die meisten Sterne besitzt. Solche Sterne bekommt ihr am Ende des Spielbretts oder an bestimmten Orten, wo ihr sie entweder geschenkt bekommt oder ihr sie gegen Münzen eintauschen könnt. Das gesamte Spiel wird nicht etwa mit dem Erreichen des letzten Feldes beendet, sondern erst nach Ablauf einer vorgegebenen Anzahl von Runden.

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Zwei Teams liefern sich per Luftkissenboot ein flottes Rennen!
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Wer das letzte Feld erreicht, ergattert meistens einen Stern und fängt dann wieder von vorne an. Anders sieht es dagegen beispielsweise im Gruselhaus aus - hier wird das Spielfeld zufällig zusammengesetzt und ihr seht nur die Wege, die bereits von einem Spieler erkundet wurden. Findet ein Spieler den Geist, der einen Stern verschenkt, werden alle Spieler wieder auf das Startfeld vor dem Haus versetzt und die gesamte Hausstruktur wird neu erzeugt und muss wiederholt erkundet werden.

Neben den Minispielen, die direkt ins Spiel eingeflochten sind und die ihr nach erstmaligem Spielen auch einzeln anwählen dürft, könnt ihr auch abseits zusätzliche und etwas komplexere Spiele freischalten. Für die Steuerung dieser Spiele wird allerdings auch häufig der Nunchuk benötigt, was bei vier Spielern, die allesamt über eine Wiimote und ein Nunchuk verfügen müssen, zu relativ hohen Peripheriekosten führt. Dafür dürft ihr bei diesen Spielen sogar mit euren eigens erstellen Miis antreten, die alternativ auch schon mal am Rande als Zuschauer zu finden sind.