Marine Sharpshooter 2: Jungle Warfare (PC-Test)
(von Jörg Pitschmann)

Big Trouble in Afrika: Rebellen und böse Söldnerbuben haben den rechtmäßigen Präsidenten von Burundi entführt und drohen mit seiner Ermordung. Wenn er nicht befreit werden kann, droht die

gesamte Region in einem blutigen Bürgerkrieg zu versinken. Klar, daß Uncle Sam sowas nicht zulassen kann und deshalb seine besten Jungs auf den schwarzen Kontinent schickt, um den ruchlosen Rebellen zu zeigen, wo der Hammer hängt. Und weil die USA ja bekanntermaßen die Gralshüter allen demokratischen

Marine Sharpshooter 2 - Marine Sharpshooter 2 Trailer

Seins und der Menschenrechte im besonderen sind, dürft Ihr als Spieler von Marine Sharp Shooter 2: Jungle Warfare in die Haut eines namenlosen GI schlüpfen, der mit der Waffe in der Hand den Afrikanern die Grundsätze der Demokratie einschießt.

Neulich in Burundi
Soviel zur bewegenden Vorgeschichte des Titels aus dem Hause Hip Interactive. Anstatt einer langen Einleitung oder eines umfassenden Ausbildungstutorials schickt Euch das Spiel direkt in das Geschehen. Wie der Untertitel bereits andeutet, bewegt Ihr Euch bei Marine Sharp Shooter 2 in Dschungelgegenden Afrikas.

Fans von Titeln à la Ghost Recon werden sich sofort heimisch fühlen, denn der vorliegende Titel erinnert in vielen Bereichen frappierend an das Erfolgsspiel - freilich ohne je dessen Klasse zu erreichen. Dennoch kommen Schleichfreunde und Scharfschützenfans bis zu einem gewissen Grad auf ihre Kosten. Eure Aufgabe ist klar

Marine Sharpshooter 2 - Schießen für die Demokratie - Uncle Sam schleicht durch Afrika

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definiert: Infiltriert zusammen mit einem - virtuellen - Kollegen das Feindesland, sucht und findet den Präsidenten. Da Ihr nur zu zweit agiert, ist es im Interesse Eures Überlebens, dabei so wenig wie möglich aufzufallen. Euer Kompagnon fungiert als Scout, der sowohl zu den jeweiligen Teilmissionen launige Kommentare von sich gibt (im Sinne von: "Sie werden uns entdecken. Das gefällt mir nicht." Aber gut, es sind halt Soldaten und keine Philosophen), als auch gelegentlich vor in der Nähe befindlichen Feinden warnt.

Und damit der Knabe nicht nur zu Eurer verbalen Unterstützung da ist, könnt Ihr ihm auch einfache Befehle
erteilen, deren Komplexität sich allerdings auf Grundbegriffe des Militärjargons beschränken. Äußerst praktisch ist, daß die besagten Kommandos sich auf zwei Tasten unterbringen ließen. Drückt Ihr F1, befehlt Ihr Eurem Kompagnon, Euch zu folgen oder die Position nicht zu verlassen, und die F2-Taste entscheidet über selbständiges Schießen beziehungsweise Ablenken des Gegners.

Packshot zu Marine Sharpshooter 2Marine Sharpshooter 2Erschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Taktisches Leichtgewicht
Das war's dann auch schon mit taktischen Erwägungen im Spiel. Ansonsten lautet nämlich die immer gleiche Devise: schleichen und nicht entdeckt werden, oder schleichen und die Gegner aus dem Hinterhalt umpusten. Dabei ist allerdings eine gewisse Vorsicht äußerst angebracht. Anders als in 3D-Shootern kann Eure Figur nämlich keinesfalls magazinweise Kugeln einstecken, sondern haucht bereits nach einem einzigen Volltreffer ihr digitales Leben aus. Dieser Umstand macht bei einem Taktikshooter auch durchaus Sinn,denn wer glaubt, er könne in Rambo-Manier durch das virtuelle Burundi holzen, hat definitiv das falsche Spiel auf dem Rechner. Leider beschränkt sich die Schleicherei aber darauf, von einem Checkpoint zum nächsten zu latschen, respektive zu kriechen und auf dem Weg dorthin etwaige Feindberührungen entweder zu umgehen oder die Jungs auszuknipsen. Das ödet auf Dauer ziemlich an, zumal die Grafik nach heutigen Maßstäben bestenfalls bescheiden zu nennen ist.

Es überwiegen matschig-grüne Farbtöne, die Texturen von Laub und Gras wirken lieblos aufgeklebt. Hinzu kommt ein heftiges Aufpoppen der Grafik, was den Anschein erweckt, im Dschungel stets und ständig von einer Smogglocke umgeben zu sein.

Bevor ich mit der Technik allerdings zu hart ins Gericht gehe, sollte an dieser Stelle eine Anmerkung zum Verkaufspreis des Spiels gemacht werden: Marine Sharp Shooter 2 kostet nämlich schlappe 20,00 Euro.

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Und das man für einen solchen Preis keine High-End-Grafik erwarten darf, sollte eigentlich niemanden verwundern.

Dennoch ist es recht ärgerlich, wenn man auf seiner virtuellen afrikanischen Survival-Tour immer und immer wieder auf die gleichen Bäume trifft. Spannung hingegen kommt auf, wenn man denn mal ein paar Feinde ausgemacht hat.

Die werden, sofern Euer Scout sie entdeckt und Euch dies mitteilt, als kleine Kreuze auf der Übersichtskarte am unteren Bildschirmrand dargestellt. Dann solltet Ihr tunlichst auf gute Deckung achten und Euch kriechend vorwärtsbewegen.Werdet Ihr von den Gegnern nicht gesehen, könnt Ihr die Jungs entweder umgehen und weiter vorrücken, oder Ihr ballert sie aus einer guten Position heraus nacheinander ab.

Komische Intelligenz
In Situationen wie diesen zeigen sich die Schwächen der KI am deutlichsten. Zwar suchen Euch die Gegner, sobald sie auf Euch aufmerksam werden, doch mehr an kreativer Mentalenergie dürft Ihr von den Typen nicht erwarten. Deckungssuche oder gar gezieltes taktisches Vorgehen - Fehlanzeige.

Stattdessen brüllen sie sich in heiserem Französisch Befehle zu (wenigstens haben sie dabei einen afrikanischen Akzent. Soviel Realismus muß sein), doch verharren sie zum Teil reglos auf ihrer Position, selbst wenn Ihr gerade einen von ihnen abgeschossen habt. Gleiches gilt auch, wenn Ihr beispielsweise ein feindliches Lager ausräuchert. Während Ihr gut getarnt hinter einem Baum auf die Jungs feuert, bleiben siebewegungslos stehen und lassen sich nacheinander ins digitale Jenseits befördern, sofern sie Euch nicht entdeckt haben. Wer Spaß daran hat, auf dem Rummel Schießbudenfiguren umzuballern, wird seine Freude haben. Wer anspruchsvolles taktisches Vorgehen sucht, besorgt sich spätestens an dieser Stelle ein anderes Spiel.

Scharfe Schützen
Wie schon der Name des Spiels dezent andeutet, hantiert Ihr bei Marine Sharpshooter 2 bevorzugt mit einer Scharfschützenknarre mit Zielfernoptik, die über das Mausrad in drei Stufen zoombar ist. Alternatives Waffengerät ist rar gesät. Neben der Fernspritze habt Ihr eine halbautomatische Handfeuerwaffe mit Schalldämpfer und ein solides Kampfmesser im Angebot. Immerhin steht Euch die Kollektion bereits zu Beginn des Spiels zur Verfügung, auch Munitionsknappheit ist nicht wirklich ein Problem. In späteren Missionen könnt Ihr ein weiteres, besseres Scharfschützengewehr Euer eigen nennen, doch dessen

Handling unterscheidet sich von der "kleineren" Kanone nicht wirklich. Immerhin: da Ihr den Einsatz der Mordwerkzeuge tunlichst sparsam gestaltet, reduziert sich deren Gebrauch zumeist eh auf das Sniper-Gewehr. Dennoch hätte eine reichhaltigere Waffenkollektion, verbunden mit verschiedenen, wählbaren Spezialfähigkeiten Eures digitalen Recken, den Spielspaß erheblich steigern können. Denn das ewiggleiche Schleichen und Ducken in Verbindung mit der uninspirierten Grafik ermüdet schnell. Was bleibt, ist lediglich der Eindruck eines in jeder Hinsicht leicht unterdurchschnittlichen Stealth-Shooters, dessen größter Pluspunkt sein niedriger Preis ist.bewegungslos stehen und lassen sich nacheinander ins digitale Jenseits befördern, sofern sie Euch nicht entdeckt haben. Wer Spaß daran hat, auf dem Rummel Schießbudenfiguren umzuballern, wird seine Freude haben. Wer anspruchsvolles taktisches Vorgehen sucht, besorgt sich spätestens an dieser Stelle ein anderes Spiel.

Scharfe Schützen
Wie schon der Name des Spiels dezent andeutet, hantiert Ihr bei Marine Sharpshooter 2 bevorzugt mit einer Scharfschützenknarre mit Zielfernoptik, die über das Mausrad in drei Stufen zoombar ist. Alternatives Waffengerät ist rar gesät. Neben der Fernspritze habt Ihr eine halbautomatische Handfeuerwaffe mit Schalldämpfer und ein solides Kampfmesser im Angebot. Immerhin steht Euch die Kollektion bereits zu Beginn des Spiels zur Verfügung, auch Munitionsknappheit ist nicht wirklich ein Problem. In späteren Missionen könnt Ihr ein weiteres, besseres Scharfschützengewehr Euer eigen nennen, doch dessen

Handling unterscheidet sich von der "kleineren" Kanone nicht wirklich. Immerhin: da Ihr den Einsatz der Mordwerkzeuge tunlichst sparsam gestaltet, reduziert sich deren Gebrauch zumeist eh auf das Sniper-Gewehr. Dennoch hätte eine reichhaltigere Waffenkollektion, verbunden mit verschiedenen, wählbaren Spezialfähigkeiten Eures digitalen Recken, den Spielspaß erheblich steigern können. Denn das ewiggleiche Schleichen und Ducken in Verbindung mit der uninspirierten Grafik ermüdet schnell. Was bleibt, ist lediglich der Eindruck eines in jeder Hinsicht leicht unterdurchschnittlichen Stealth-Shooters, dessen größter Pluspunkt sein niedriger Preis ist.bewegungslos stehen und lassen sich nacheinander ins digitale Jenseits befördern, sofern sie Euch nicht entdeckt haben. Wer Spaß daran hat, auf dem Rummel Schießbudenfiguren umzuballern, wird seine Freude haben. Wer anspruchsvolles taktisches Vorgehen sucht, besorgt sich spätestens an dieser Stelle ein anderes Spiel.

Scharfe Schützen
Wie schon der Name des Spiels dezent andeutet, hantiert Ihr bei Marine Sharpshooter 2 bevorzugt mit einer Scharfschützenknarre mit Zielfernoptik, die über das Mausrad in drei Stufen zoombar ist. Alternatives Waffengerät ist rar gesät. Neben der Fernspritze habt Ihr eine halbautomatische Handfeuerwaffe mit Schalldämpfer und ein solides Kampfmesser im Angebot. Immerhin steht Euch die Kollektion bereits zu Beginn des Spiels zur Verfügung, auch Munitionsknappheit ist nicht wirklich ein Problem. In späteren Missionen könnt Ihr ein weiteres, besseres Scharfschützengewehr Euer eigen nennen, doch dessen

Handling unterscheidet sich von der "kleineren" Kanone nicht wirklich. Immerhin: da Ihr den Einsatz der Mordwerkzeuge tunlichst sparsam gestaltet, reduziert sich deren Gebrauch zumeist eh auf das Sniper-Gewehr. Dennoch hätte eine reichhaltigere Waffenkollektion, verbunden mit verschiedenen, wählbaren Spezialfähigkeiten Eures digitalen Recken, den Spielspaß erheblich steigern können. Denn das ewiggleiche Schleichen und Ducken in Verbindung mit der uninspirierten Grafik ermüdet schnell. Was bleibt, ist lediglich der Eindruck eines in jeder Hinsicht leicht unterdurchschnittlichen Stealth-Shooters, dessen größter Pluspunkt sein niedriger Preis ist.