Gewalt, Sex und ... richtig, Graffiti. In Computer- und Videospielen, wohlgemerkt. Nicht in der Realität. Das sind die Gründe, warum die Jugend vor die Hunde geht. Dieser Meinung sind zumindest die Vertreter einiger amerikanischer Organisationen, die es sich zum Ziel gemacht haben, die Spielelandschaft sauber zu halten. Dazu zählt unter anderem die Hetze gegen den Hot-Coffee Mod des Titel GTA San Andreas, weil dieser einige pixelige Sex-Szenen freischaltet.

Rückendeckung bekommen die Damen und Herren von KAB und NCCD dabei vom australischen Justizminister Philip Ruddock. Der Politiker ist ebenfalls der Meinung, Getting Up werbe für "antisoziales Verhalten" und sei deswegen eine Gefahr für die Jugend.

KAB und NCCP haben laut Gamespot die US-Strafverfolgungsbehörden jedenfalls aufgefordert, auf "eine Zunahme von Sachbeschädigungen durch Minderjährige" zu achten, wenn "Getting Up" auf den Markt kommt. Da fragt man sich: Hat eigentlich jemand vor ein paar Jahren ein Auge auf die Population der Moorhühner geworfen? Die armen Tiere dürften mittlerweile ja vollständig ausgestorben sein.

Publisher Atari dürfte sich über die fast schon grotesk anmutende Diskussion eher freuen als ärgern. Der Titel ist schon vor Release am 16.2.06 in aller Munde. Und es wird sich bestimmt der eine oder andere Spieler finden, bei dem das Spiel nur aufgrund seines Rufs bei diversen Weltverbesserern auf dem Wunschzettel landet. Da können wir nur sagen: Herzlichen Glückwunsch, unsere Damen und Herren Sittenwächter!

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