Wenn Magic Duels Ursprünge (oder Origins, wenn ihr englisch spielt) eure erste Berührung mit Magic: The Gathering ist, werdet ihr sicherlich viele Fragen zu den Regeln und Mechaniken haben. An dieser Stelle erklären wir euch die Magic Duels Origins Regeln im Detail. Wenn ihr wissen wollt, ob der launige Zeitverteib das richtige Spiel für euch ist, gelangt ihr hier zu unserem Magic Duels Ursprünge Test.

Da es dieselben Regeln sind wie beim physischen Kartenspiel, ist es also quasi auch eine Erklärung der Magic: The Gathering Regeln.

Worum geht es bei Magic Duels Ursprünge / Magic The Gathering?

In Magic treten zwei Zauberer in einem Duell gegeneinander an. Ihre Sprüche und ihre Macht werden dabei von Kartendecks repräsentiert. In jeder Runde können die Spieler Zaubersprüche benutzen, um eine Vielzahl von Effekten auszulösen – darunter die Beschwörung von Kreaturen, die für ihren Besitzer kämpfen, Zaubersprüche mit direktem Effekt, Verzauberungen mit längerfristigen Effekten und viele andere. In aller Regel ist es so: Man platziert sogenannte Länder auf dem Schlachtfeld. Mithilfe dieser erzeugt man Mana – eine Ressource, die in verschiedenen Mengen gebraucht wird, um Sprüche zu wirken und Kreaturen zu rufen. Mit den Sprüchen und Kreaturen greift man den Feind an, überwältigt und besiegt ihn.

Wie besiegt man seinen Gegner?

Es gibt einige Sonderfälle, aber in aller Regel und unter normalen Umständen gibt es zwei Wege, den Feind zu besiegen:

Magic Duels - Guide - Regeln, Spielfeld, Kartentypen, Keywords, Decks und mehr

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Die vielen Regeln, Decks und Karten in Magic Duels können anfangs schon überwältigen. Doch keine Sorge, dafür sind ja unsere Tipps da.
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  1. Jeder der Spieler startet mit 20 Lebenspunkten. Diese können vom Gegner reduziert werden, zum Beispiel, indem er mit Kreaturen angreift oder Zaubersprüche wirkt, die den Feind angreifen. Reduziert man die Lebenspunkte seines Gegners auf 0, gewinnt man das Spiel.
  2. Jeder Spieler spielt, wie gesagt, mit einem Deck von Karten, in der Regel sind es insgesamt 60. Während des Spiels werden immer wieder neue Karten vom Stapel, der sogenannten "Bibliothek" (Library) gezogen, um die dann gezogenen Sprüche wirken zu können. Versucht allerdings ein Spieler, eine Karte zu ziehen, obwohl in seiner Bibliothek keine mehr sind (zum Beispiel, weil sie alle verbraucht wurden oder der Feind sie vernichtet hat), verliert dieser Spieler das Spiel.

Die goldenen Regeln

Wir erklären euch gleich die Regeln, den Ablauf, die grundlegenden Strukturen und das Spielfeld. Bevor wir das aber tun, gibt es eine Reihe von Regeln, die die grundlegenden Säulen von Magic bilden. Sie sind bekannt als "Die goldenen Regeln" und helfen euch dabei, die Struktur des Spiels besser zu verstehen, wenn ihr sie in Zweifelsfällen im Hinterkopf behaltet.

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Wenn eine Karte durch ihre Mechanik und ihren Text den Regeln widerspricht, dann hat die Karte Vorrang.

Diese Regel ist im wesentlichen das, was Magic so vielseitig macht. Jede Regel ist verhandel- bzw. modifizierbar, und die aufgedruckten Regeln auf den Karten verändern eure Möglichkeiten und euer Spielerlebnis. Es gibt Karten, die sagen, dass ihr zusätzliche Spielzüge machen dürft. Karten die euch erlauben, Zauber zu wirken, die ihr gar nicht auf der Hand habt. Es gibt sogar Karten, die explizit sagen, dass ihr nicht verlieren könnt, solange die Karte im Spiel ist! Es gibt eine einzige Regel, die nie angetastet werden kann: Jeder Spieler darf jederzeit aufgeben. Alles andere kann, die richtigen Karten vorausgesetzt, abgewandelt werden. Behaltet das im Hinterkopf, wenn wir euch den Rest der Regeln erklären: Sie sind nicht in Stein gemeisselt.

Widersprechen sich zwei Karten, hat die mit dem Verbot Vorrang.

Sagen wir, ihr habt zwei Karten. Eine sagt, ihr dürft etwas besonderes tun, etwa, eine Kreatur auf unübliche Weise beschwören. Die andere sagt, ihr dürft einfach gar keine Kreaturen beschwören, niemals – dann habt ihr Pech. Das Verbot hat Vorrang, der Effekt der ersten Karte bringt euch gar nichts. Das muss aber nichts schlechtes sein: Ihr könnt so auch dem Gegner Dinge verbieten. Oder nehmt mal das Beispiel von vorhin: Wenn eine Karte sagt, ihr könnt nicht verlieren (ein extrem seltener Effekt, zugegeben) und eine andere, dass ihr unter bestimmten Umständen das Spiel verliert, dann wird der letztere Effekt negiert.

Wenn eine Anweisung oder Regel nicht befolgt werden kann, wird sie ignoriert.

Beispiel: Der Gegner spielt eine Karte mit einem Effekt, der eine eurer Kreaturen beeinflussen würde. Ihr habt aber gar keine Kreaturen auf dem Spielfeld. Die Anweisung wird also ignoriert.

Es gibt noch ein paar andere goldene Regeln und etwas speziellere Aspekte, aber die führen zu weit. Die goldenen Regeln sind im physischen Magic deshalb so wichtig, weil sie den Spielern ganz deutlich sagen, wie sie sich in den wichtigsten Kernsituationen zu verhalten haben. In Magic Duels Origins müsst ihr die Regeln natürlich nicht interpretieren, das übernimmt das Programm für euch – ihr werdet schon merken, was ihr tun dürft / könnt und was nicht. Aber um durchzusehen und effektiv zu spielen, muss man die Regeln eben dennoch verstehen und verinnerlichen – sonst fragt man sich die ganze Zeit "Warum ist das denn gerade passiert?" und es kommt kein Spaß auf.

Der Stapel (Stack)

Wenn ihr bislang noch nicht gespielt habt, ist das sehr abstrakt, aber es gibt noch mindestens ein wichtiges Konzept zu verinnerlichen: den Stapel bzw. Stack. Wenn in Magic Zauber gewirkt werden, passieren sie nicht sofort, sondern landen in einer Art Limbo, in dem sie darauf warten, ins Spiel zu kommen oder ihren Effekt zu wirken. Das ist der Stapel.

Der Grund für diesen Zwischenschritt ist: Der Gegner (und sogar der Zaubernde selber) können mit weiteren Zaubersprüchen reagieren. Zum Beispiel: Spieler A wirft einen Feuerball, um bei Spieler B Schaden zu machen. Spieler B hat aber einen Zauber, den er zu diesem Zeitpunkt wirken kann, um allen Schaden im Zug zu verhindern.

Der Stapel ist das Reservoir, wo beide Spieler nun ihre Zauber "hinwirken" und, daher der Name, gestapelt werden. Spieler A könnte nun wieder reagieren, auch sein neuer Zauber würde wieder oben auf dem Stapel landen usf. Irgendwann aber wird niemand mehr reagieren können. Es wird nun Zeit, dass die Zauber in Kraft treten, und eine der allerwichtigsten Regeln von Magic ist die Reihenfolge, in der sie das tun:

Zauber auf dem Stapel treten nacheinander in Kraft, und zwar von oben nach unten - der zuletzt gespielte Zauber wirkt zuerst, dann der darunter usw, bis der Stapel leer ist.

Diese Regel ist eines der Kernkonzepte von Magic und macht einen großen Teil der Taktik und des Reizes aus. Sie bedeutet aber auch, dass ihr gut überlegen müsst, in welcher Reihenfolge ihr die Zauber wirkt.

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