Endlich kennen wir die Schuldigen der weltweiten Umweltkatastrophe - zumindest in Lunar Knights, dem ersten Action-Adventure des japanischen Entwicklers Hideo Kojima für den Dualscreen von Nintendo. Hier sind es nämlich elende Vampire, die für die Eroberung der Spielewelt einen monströsen Sonnenschirm aufgestellt haben.

Zur Wiederherstellung der elementaren Ordnung müssen die beiden Hauptakteure jede Menge Blutsauger in Staub verwandeln, einen überdimensionalen Sonnenschirm beseitigen und das Umweltsystem der Welt wieder ins Lot bringen.

Lunar Knights - Trailer

Hausgemachte Umweltkatastrophe
Lucian und Aaron, zwei junge Helden samt ihrer Elementar-Hilfsgeister sorgen für Ordnung in ihrer dunklen Welt. In sechs Kapiteln und kleinen Nebenquests werden Taktik und Haudrauf-Mentalität erfrischend verquickt. Da gilt es, unzählige Simpel-Monster zu plätten, mittlere Bosse und insgesamt sieben Hauptbosse zu bewältigen. Selbstverständlich muss taktisch klug vorgegangen werden, damit auch der geeignetere der beiden Hauptcharaktere mit seinen speziellen Fähigkeiten zum Einsatz kommt.

Lunar Knights - Fünf vor zwölf: Vampire und der Klimawandel - wir nehmen den Kampf auf!

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Von wegen Prinz der Finsternis: In Lunar Knights sind die Vampire äußerst farbenfroh.
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Obwohl es hier eigentlich heißt: Möge die Sonne mit Dir sein, spielt auch der Mond eine ernstzunehmende Rolle. Lucian kann nämlich das Mondlicht in reine Energie verwandeln. Mit seinem Sidekick Nero, einer geflügelten Katze und dem Schwert Vanargand rückt er den Vampiren auf den Pelz. Die ideale Ergänzung bildet Aaron, der mit einer Solar-Pistole zu Werke geht. Auch er kriegt Unterstützung von einem Terrenial mit Namen Toasty. Diese und andere Terrenials helfen euch besonders im Kampf gegen die hartnäckigeren Bossgegner.

Bei der Macht des Mondes
Neben eurer Tätigkeit als Vampirjäger habt ihr die edle Aufgabe, die Welt zu retten. Diese elenden Blutsauger haben doch tatsächlich Wetter und Klima manipuliert, indem sie einen überdimensionalen Sonnenschirm aufgestellt haben, natürlich nur um sich hemmungslos den roten Saft und ganz nebenbei auch noch die Weltherrschaft unter die spitzen Nägel zu reißen. Um das zu verhindern tretet ihr auf den Plan.

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Zur Sache, Schätzchen!
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Eure Aufgabe besteht nun darin, durch geschickten Einsatz der beiden Hauptfighter mittels Select-Knopf und Veränderung des Wetters das größte Unheil abzuwenden. Dabei müsst ihr nicht nur die Flattersauger von dieser in eine andere Welt befördern, sondern auch Truhen durchstöbern, Rätsel lösen und andere Aufgaben erfüllen. Bei späteren Aufgaben kommt dann auch der Touchpen zum Einsatz, wenn es um das Navigieren eures Raumschiffes geht. Da gilt es, das Raumschiff via Stylus zu fliegen, Meteoriten auszuweichen und den Feind zu beballern, um euch den Weg zur Solarstation zu ebnen. Und wie in Adventures üblich solltet ihr natürlich keine Gelegenheit auslassen, Informationen durch Gespräche und Besuche aller möglichen Orte zu erhalten.

Wer mehr auf Kommunikation steht, kann sich beim drahtlosen DS-Kampf mit insgesamt vier Spielern gegenseitig die digitale Energie um die Öhrchen hauen. Sieger ist, wer die meisten Punkte in einer festgelegten Anzahl von Runden erzielt. Dies funktioniert allerdings nur, wenn alle Spieler ihre eigene DS-Cartridge besitzen.

Eine Online-Funktion gibt es nicht. Dafür kann man mit seinem alten GBA-Modul den Sonnensensor aktivieren. Da man auf diese Weise endlich mal an die frische Luft kommt, vergesst die Sonnencreme nicht.

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Ursula erweist sich als durchaus wehrhaft.
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Fernöstlich Farbenfreude vs. finstere Vampirjäger
Und wieder ein Mal ein Spielchen in der allseits beliebten Manga- und Anime-Optik. Unsere beiden Hauptakteure tummeln sich im farbenfrohen Ambiente einer 3D-Welt. Atmosphärisch aufgewertet wird das ganze durch Anime-Mini-Filmchen.

Sound und Effekte sind nicht übermäßig innovativ, aber doch so hörbar, dass man nicht gezwungen ist, diese alsbald lautlos zu schalten. Und zwischendurch ertönen englischsprachige Sätze, um die Atmosphäre etwas zu verdichten. Gelungen ist die Touchpen-Steuerung des Raumschiffes. Und wie so oft kommt das DS-Mikro wieder nicht zum Einsatz.