An Bord eines Nazi-Kampfjägers schießt der Spieler zum grauen Himmel, während Projektile unterschiedlichster Größenordnung das Cockpit nur knapp verfehlen und erste Löcher in die Flügel treiben. Doch ihr gebt nicht auf, beißt euch auf die Lippen und zu treibenden Industrialklängen in euren Ohren schraubt ihr euch noch ein, zweimal nach oben, um dann die Motoren auszuschalten und im Sturzflug einen Kugelsturm zu entfachen, der etliche feindliche Flieger vom Himmel holt. Klingt nach dem finalen Luftkampf im nächsten Call of Duty, ist aber tatsächlich ein Indiespiel in feinster Pixeloptik, das nun schon seit geraumer Zeit unsere Festplatte tyrannisiert.

Es fällt schwer, die Faszination von Luftrausers zu erklären, das uns das Entwicklerstudio Vlambeer zusammencodiert hat. Mit einem Flugzeug, dass sich mit steigendem Spielerlevel bis zu 140 Waffenkombinationen auf die Stahlträger schnürren kann, erhebt man sich Runde um Runde von einem Flugzeugträger und tritt gegen immer größere Horden feindlicher Jäger und Kampfschiffe an. Schon bald wird Himmel von Projektilen und verschossener Munition überflutet während euer Pilot versucht, durch waghalsige Manöver den Schüssen zu entgehen und seinerseits ordentlich viele Abschüsse zu erzielen. Diese treiben den Punktemodifikator bis in den 20er Bereich, doch nur Halbgötter schaffen diese Überleistung konstant aufrecht zu erhalten.

Luftrausers - Launch TrailerEin weiteres Video

Besagte Ausweichmanöver gelingen aber außerordentlich leicht und oft auch völlig unabsichtlich: Mit lediglich zwei Tasten (Beschleunigen/Motor an und Schießen) lassen sich spektakulärste Luftschrauben und akrobatische Tricks auf den Monitor zaubern, die Spieler und bald versammelten Publikum gleichermaßen ein „UFF!“ und „HAAARGH!“ entlocken. Während der übermäßig gelbbraune und graue Farbton des Spiels anfangs noch ungewohnt erscheint, profitiert man schon bald von der radikalen Farbmonotonie: Mir bluten schon alleine bei der Vorstellung die Gehirnlappen, wenn ich mir das Geschossfeuerwerk auf dem Bildschirm in aller Farbenvielfalt auszumalen versuche.

Luftrausers - Indie Raider #2: Nazis in the skies!

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Das augenscheinliche Chaos bildet den Rahmen für spannende Luftschlachten
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Der Soundtrack von Luftrausers ist der Rettungshaken, der das Spiel mit dem leicht zugänglichen aber auch durchschaubaren Spielprinzip vor dem Einstauben in den hintersten Ecken eurer Steambibliothek bewahrt. Ein treibender Industrialsound, der mit Chiptune-Harmonien euer Trommelfell zum Vibrieren und den Kopf zum Nicken bewegt. Je besser ihr euch im Luftkampf schlagt, desto vielschichtiger werden die Melodien, die euren Hindernisslauf zum Maximalbereich des Punktemodifikators begleiten.

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In den detailverliebten Menüs bastelt ihr an eurer perfekten Ausrüstung herum
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Seit seinem Release am 18. März 2014 hat Luftrausers den Luftkampf von der Steambibliothek auf Linux, OS X, Playstation 3 und Playstation Vita ausgeweitet. Für rund 10€ könnt ihr euch die Adrenalinschlachten zu euch nach Hause holen. Wir haben angesichts des recht hohen Preises anfangs noch ein wenig gezweifelt – aber dank der vielen Herausforderungen, Waffenkombinationen, Gadgets und Boosts lohnt sich die Investition definitiv. Losgeflogen!

Die erste Ausgabe des Indie Raiders verpasst? Kein Problem, hier gehts lang!