Auch Capcom ließ sich nicht lumpen und stellte auf der Gamescom die Neuheiten der nächsten Monate vor. Besonders ins Auge stach dabei die Fortsetzung von Lost Planet, dem 2007 erschienenen Shooter-Hit. Erwischte der Vorgänger die Spieler eiskalt und ließ die Daumen am Joystick anfrieren, so will der zweite Teil die Spieler dahin schmelzen lassen. Inzwischen sind einige Jahre Tauwetter ins Land gezogen und das Packeis wich grünen Oasen. Es haben sich sogar dichte Urwaldlandschaften zurechtgewuchert.

Schon bei Resident Evil 5 bewies die MT Framework-Engine, dass sie für Landschaften mit üppiger Vegetation einen sehr guten Dienst erweist. Da sind die ausufernden Gestrüppgegenden kein großes Problem für den Grafikmotor – erst recht nicht, wenn er noch einmal von den Capcom-Programmierern frisiert wurde. Dass es auf dem kalten Planeten plötzlich schneefrei zugeht, deutete sich schon im Epilog von Teil 1 an. Nach mittlerweile zehn Jahren wuchsen nicht nur saftige Pflanzenwelten, sondern auch neue Lebewesen. Die meisten stehen in Sachen Bosheit den Akrids in nichts nach. Ein Urlaubsparadies ist E.D.N. III immer noch nicht und höchstens seinen schlimmsten Feinden wünscht man dort einen längeren Aufenthalt.

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Recycling von Energie und Ideen

Die Energieknappheit hat sich ebenfalls nicht in Wohlgefallen aufgelöst, die Energiequelle besorgen sich die Kolonisten nach wie vor aus den erlegten Feindeskörpern. Dieses Mal werden allerdings die Mech-Anzüge damit betrieben, auf die auch das Sequel nicht verzichten will. Es gibt also immer gute Gründe auf Jagd nach Akrids oder anderen Energieviechern zu gehen. Zu sehen gab es in der Präsentation auf der Kölner Spielemesse aber zunächst einen Vorgeschmack auf das, was die Fans zum Jahresanfang 2010 erwarten dürfen.

Lost Planet 2 - Frühlingsgefühle im Dschungelcamp

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XXL: Die Gegner von Lost Planet 2 haben erneut Übergröße.
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Durch die Befreiung von Eis und dem Schrecken durch die Akrids scheinen auch wieder mehr Siedler zurückgekommen zu sein, denn als Einzelkämpfer soll man sich nicht durch die ungastlichen Szenarien bewegen. Dem Einzelspieler werden drei KI-gesteuerte Kameraden an die Seite gestellt, was seine Feuerkraft auch gleich vervierfacht. Damit dürften auch taktische Gefechte möglich sein, in denen es den Viechern auf dem ehemals weißen Planeten an den Kragen geht. Wer keine Lust auf Computerkumpels hat, ersetzt die CPU durch menschliche Spieler.

Im Splitscreen können vier Spieler vor einer Konsole Platz nehmen und den Planeten von den neuen Gefahren säubern. W ein viergeteilter Bildschirm zu klein ist, kann sich auch online auf die Suche nach Mitspielern begeben. Natürlich gibt es neben der Kampagne auch wieder einen Versus-Modus, in dem sich die Spieler gegenseitig beharken können. Der Astro-Held von heute ballert schließlich nicht nur gerne auf insektenähnliche Riesenmonster. Nebenbei werden auch wie im ersten Teil die Weg- und Speicherpunkte markiert - man fängt nach seinem Ableben nun mal nicht gerne wieder meilenweit vom letzten Ausgangsort an.

Packshot zu Lost Planet 2Lost Planet 2Erschienen für PS3, Xbox 360 und PC kaufen: Jetzt kaufen:

Reife Gärtner-Leistung

Ähnlich wie die Monster scheinen auch die Areale stark gewachsen zu sein. Regierten beim Vorgänger noch Levels, die häufig Dungeons glichen, so ist der Dschungel weitläufiger, damit die vier Helden sich auch nicht im Wege stehen. Außerdem muss ja auch noch Platz sein, wenn ein haushoher Endgegner auftaucht. Davon soll es wohl eine Menge geben, deren Größe dem Team an den Joypads die Sprache verschlägt. Da hilft nur Teamwork und Taktik, um den Bewacher des Levelendes alle Extremitäten von sich strecken zu lassen.

Lost Planet 2 - Frühlingsgefühle im Dschungelcamp

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Nach dem Ice Age bricht auf E.D.N. nun das Tropico-Zeitalter an.
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Dass man bei Capcom vor allem auf ein gepflegtes Äußeres achtet, weiß man, wenn man sich alle Titel des Publishers einmal angeschaut hat. Hier sitzt jeder Pixel an der richtigen Stelle, jedes Detail ist in guter Auflösung zu bewundern und es gibt kaum Ecken oder Kanten, die negative Kritik einstecken müssten. Diese Tradition setzt Lost Planet 2 ebenfalls fort. In der Präsentation zeigte die Firma uns einen vitalen Dschungel mit sattem Grünzeug, realistischen Bodentexturen und interessant designten Monstern.

Wer den ersten Teil einmal gespielt hat, kennt die leuchtenden Schwachstellen der Gegner. Dieses Mal ist es aber mit Stürmen und aller Waffengewalt auf den Leuchtpunkt Halten nicht getan. Die Biester wehren sich verbissen gegen die Angriffe und zeigen uns sehr schnell die Notwendigkeit der Zusammenarbeit. Wichtig ist es auch, die Orte auszumachen, an denen sich geheime Waffenlager befinden. Manchmal muss man auch ein wenig buddeln, um an die Wummen zu kommen. Neben den zu groß geratenen Insekten, Reptilien und Amphibien gibt es aber auch menschliche Feinde, mit denen heiße Gefechte zu erwarten sind.

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Malerisch: Wären die fiesen Monster nicht, stünde einem Pauschalurlaub auf E.D.N. nichts im Wege.
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Wir können uns gut vorstellen, dass hier hitzige Mannschaftskämpfe anstehen, die schnell ins Taktische gehen und eine gute Kommunikation der einzelnen Teammitglieder voraussetzen. Mehrere Spielmodi werden den Shooter noch die Würze und Variationen geben, damit man sich auch noch lange nach dem Kampagnenmodus gerne mit ihm beschäftigt. Man darf also gespannt sein, was für eine Action-Granate hier auf den Markt einschlägt.