Ein Spiel wie Lollipop Chainsaw hat es nicht leicht. Bereits bei der Ankündigung rollten die ersten Augen und genervte Seufzer waren zu hören. „Wieder so ein liebloses Gemetzel, das versucht „anders“ zu sein und aufzufallen und letztendlich nicht mehr ist, als 08/15-Hack&Slay, verpackt in Brüste und coole Sprüche.“, hieß es. Um so mehr wünschen sich einige, diesmal eine richtige Perle aus dem fernen Osten zu erhalten; ein Spiel, das es wert ist, wegen seiner Leistung beachtet zu werden und nicht, weil es einfach auffällt wie ein bunter Hund...

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Hier! Erstick dran!

Da sind wir also. Mitten im Leben der 18-jährigen Juliet. Bildhübsch, Cheerleaderin und, ganz nebenbei, Zombiejägerin in Ausbildung. Sie hat die Figur von Barbie, den Verstand einer 12-jährigen Rotzgöre und eine Kettensäge im Gepäck, die entfernt an Handyschmuck Ende der 90er Jahre erinnert.

Mit der Figur und dem beeinträchtigten Verstand wird das Mädel nicht viel reißen können, aber die Kettensäge sollte sich hervorragend dazu eignen, eine Legion aus Untoten zurück in ihre Dimension zu schicken. Die wurden nämlich mal ebenso von einem durchgedrehten Gothic beschworen, der einfach keine Lust mehr hatte, der Fußabtreter der Gesellschaft zu sein.

Stattdessen degradiert er nun den Rest der Menschheit zum Sündenbock und vernichtet jeden, der sich ihm dabei in den Weg stellt. Pech für ihn, dass Juliet neben ihrem Freund Nick nicht viel im Kopf hat. Da ist also genug Platz für Geheimtechniken, Magie und Fähigkeiten, jenseits der menschlichen Vorstellungskraft.

Lollipop Chainsaw - Bayonetta und Buffy gehen in einen B-Movie...

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Leg dich nicht mit Juliet an: sie glitzert!
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Eigenschaften, die ihr sehr hilfreich erscheinen, als sie am Morgen ihres 18. Geburtstages in der Schule ankommt und sich fast alle in widerliche Zombies mit schlechten Manieren verwandelt haben. Fest entschlossen packt das Mädel ihre Waffe aus, die sie anscheinend jeden Tag in einer Sporttasche mit sich herumschleppt (Man kann ja nie vorsichtig genug sein), und sucht ihren Geliebten.

Zu beider Pech setzt das Spiel auf die abgedrehtesten Ideen und versucht jede Minute zwanghaft komisch zu sein. Ergo wird der arme Nick von einem Zombie gebissen und hat seitdem nur noch eine Chance auf Rettung: Juliet schlägt ihm den Kopf ab, verwendet etwas Magie und schleppt den Zehntel-Leichnam fortan mit sich rum.

Packshot zu Lollipop ChainsawLollipop ChainsawErschienen für PS3 und Xbox 360 kaufen: Jetzt kaufen:

Das ist der Beginn der zugleich skurrilsten, als auch witzigsten Idee im Spiel. Die Unterhaltungen zwischen dem vom Pech verfolgten Nick und seiner Angebeteten sind köstliche Leckerbissen, die mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Noch lustiger wird es nur noch, wenn dem körperlosen Schüler nach und nach klar wird, dass das Leben als Kopf nicht so der Hit ist und seine Freundin einen ordentlichen Sprung in der Schüssel hat.

Das liegt übrigens in der Familie. Während ihr nämlich in verschiedenen Cheerleaderkostümen über den Campus rennt und Leichen zerfleddert, laufen euch auch eure Schwestern und der liebe Herr Papa über den Weg.

Anfangs eine Menge Lacher; doch dann ist dieser Lollipop schnell ausgelutscht.Fazit lesen

Cordelia, Juliets ältere Schwester, verkörpert anscheinend die professionelle Seite der Zombiejägerin und ihre Fähigkeiten, während ihre kleinere Schwester, Rosalind, alles andere personifiziert: Sie ist laut, stellt sich unbeschreiblich dämlich an und im Grunde ist sie das gesamte Spiel über eine nervtötende Behinderung.

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Viel abgedrehter als in Lollipop Chainsaw geht es kaum...
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Ob das so geplant ist? Aber ja. Ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendwas in diesem Spiel nicht bis ins kleinste Detail geplant wurde. Das soll aber keineswegs ein Kompliment darstellen. Man merkt nur einfach die Methode, die dahintersteckt. So durchschaubar, wie das Spiel an sich.

Bereits nach dem ersten Level ist klar, dass dieser Titel konkurrenzlos abgedreht ist. Nach Level 2 wird einem bewusst, dass sich an der Spielsteuerung nicht mehr viel verändern wird. Und spätestens nach dem dritten Abschnitt haben die meisten bereits die komplette Story im Kopf und werden am Ende Recht behalten.

Was ich aber nicht habe kommen sehen, ist, dass das Spiel nebenbei immer stärker abbaut. Es beginnt ruckelig: man muss sich in die Steuerung reinfuchsen, an die miese Kamera gewöhnen, die sich manchmal gar nicht drehen lässt und den Überblick zerlegt und in anderen Fällen nur so langsam schwenkt, dass man gleichzeitig wie ein Irrer „ausweichen“ drücken muss, um nicht hinterrücks von einem Zombie erledigt zu werden.

Dann baut Lollipop Chainsaw reges Interesse auf. Witzige Minispiele, Massen an neuen Fähigkeiten, neue Outfits, witzige Unterhaltungen und völlig abgedrehter Mist, der sich kaum in Worte fassen lässt. Also, irgendwer da draußen hat seinen Kopf voll mit Müll. Singendem, tanzendem Rosa-Glitzer-Müll.

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Groovy. Funky. Einer der "coolen" Endbosse.
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Und dann? Ja, dann geht es abwärts. Das Gemetzel wird eintönig. Aus ansteigender Gegnervielfalt wird pure "Masse statt Klasse“. Die Sprüche werden fad und sind irgendwann einfach nur noch dumm. Da ist nichts witzig dran und nichts verrückt. Minispiele wiederholen sich kurz, wandeln sich dann ab und verschwinden letztendlich ganz von der Bildfläche, um weiterem Gemetzel Platz zu machen.

Aus geschickt eingebauten „Spezialzombies“, wie Lehrer oder Polizeibeamten, werden später schlicht irgendwelche stärkeren Gegner, die lieblos in den Haufen anderer Gegner reinplatziert wurden.

Das ganze Spiel springt wie ein verrückter Clown aus einer Kiste und brüllt: „Boom! Hier bin ich!“ Dann wedelt er wie beknackt mit den Armen, zeigt ein paar Zaubertricks und erzählt zwei bis drei lustige Witze... Und dann? Dann setzt er sich auf eine Holzkiste und weiß einfach nichts mehr mit sich anzufangen.

Weil das Publikum aber mehr fordert, erzählt er dreckige Sexwitze, wiederholt seine Tricks (wandelt sie teilweise leicht ab, in der Hoffnung, dass keiner was merkt) und tänzelt lustlos von einem Bein aufs andere. So viel Energie; so schnell verbraucht.

Und noch einen mit der Kettensäge hinterher...

Die Kämpfe in Lollipop Chainsaw sind so abgedreht, wie sie einfallslos sind. Mit einer rosa Kettensäge bewaffnet prügelt ihr euch von Schlauchlevel zu Schlauchlevel und metzelt nicht enden wollende Horden von Zombies nieder. Im Laufe dieses Massakers bekommt ihr pro Level stets eine Waffenverbesserung und müsst euch einem Bossgegner stellen.

Hier wiederholt sich auch das Spielchen mit der Story. Denn anfangs ist der Titel recht knackig und verlangt von euch, dass ihr euch schnell an die Steuerung gewöhnt. Vor allem bereits erwähnte Kamera macht das recht schwierig. Doch mit etwas Übung gehen die Kills irgendwann schnell von der Hand und die Kämpfe beginnen ansatzweise Spaß zu machen.

Dann der Super-Gau. Zuerst, circa ab Level 3, macht sich Eintönigkeit bemerkbar. Trotz Minigames, wie dem Zombie-Basketball oder Zombie-Baseball, wird das ewige Drücken von drei Tasten leicht belastend. Und im Anschluss wird klar, dass es hier mit dem Balancing nicht ganz korrekt zugeht.

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Viele neue Outfits machen den Unterschied...
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Stellt euch vor, ihr würdet in einem Call of Duty oder Battlefield, teuer Waffen einkaufen müssen. Und für 500 € bekämt ihr eine automatische Desert Eagle mit der Durchschlagskraft eines kleinen Panzers... Und für 2.000€ Pfeil und Bogen...

Ähnlich erging es mir in dem schreiend grellen Einkaufsshop, der immer mal wieder im Spiel auftaucht und euch ermöglicht, Verbesserungen, Fähigkeiten, Outfits und mehr zu kaufen. Als Währung dienen hier Münzen, in die sich besiegte Zombies zu verwandeln scheinen... Zum Glück funktioniert das nur in Spielen...

Kauft ihr euch für einen Spottpreis beispielsweise den „Lollicopter“ eine starke Luftattacke, braucht ihr wohl nie wieder eine andere Fähigkeit. Vergleichbar mit Chuck Norris´ Roundhousekick, ist dieser Angriff so vernichtend wie simpel. Juliet steigt in die Luft auf, dreht sich mit der Kettensäge im Anschlag tausend Mal um die eigene Achse und erledigt dabei alles auf ihrem Weg.

Während dieses Angriffs seid ihr auch noch unantastbar. Und das Beste ist: ihr könnt ihn beliebig oft wiederholen. Das vernichtet die Zombies im Sekundentakt und beschert euch viele, viele Münzen. Auch Bossgegner werden dadurch zu nervigen Zeiträubern degradiert.

Alternativ könnt ihr aber natürlich auch eine der völlig überteuerten Kombi-Angriffe kaufen. Viel Glück bei der Durchführung. Zwar ist der letzte Schlag einer solch vernichtenden Attacke eben genau das: vernichtend. Dafür trefft ihr meist aber nicht mehr als ein bis maximal drei Gegner und werdet mit 90%iger Wahrscheinlichkeit vorher geschlagen; was eure Kombo natürlich unterbricht. Da freut man sich so richtig über seine Kaufentscheidung...

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Manche Attacken bringen fast nix; andere sind übertrieben stark.
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Aber auch wenn man über keine solch gottgleichen Kräfte verfügt, wird das Spiel immer einfacher. Anfangs hat man noch (Zumindest im Schwierigkeitsgrad „Schwer“) arge Probleme mit den Zombiemassen; dafür einen recht simplen Endboss, der aber gut in Szene gesetzt wurde.

Ab dem dritten Level ist es andersrum. Die Zombies fallen wie die Fliegen und sind eigentlich nur noch wandelnde Münzen-Lieferanten, während die Endbosse knackig wie Karotten werden. In (meist) drei Kampfphasen müsst ihr den Zombie-Anführern zeigen, wer hier der coolste Teenager auf dem Campus ist.

Eines muss man den Entwicklern hier lassen: die Endbosse sind sehr unterschiedlich, haben völlig verschiedene Kräfte und sind teilweise unfassbar lustig. Jeder Endgegner entspricht im Grunde einer Lebens- / Musikeinstellung und lebt diese bis ins Extrem aus. Das macht sich dann auch in den Kämpfen bemerkbar.

So geht es im zweiten Level zum Beispiel in den Kampf gegen einen bärtigen, dicken und absolut rücksichtslosen Wiking-Metaler. Stilecht auf einem Wikingerschiff im Himmel unterwegs, lässt der Mistkerl Blitze auf die Erde regnen und liefert euch einen heißen Endkampf.

Hier ist die Luft zum Glück auch nicht ganz so schnell raus wie bei der Story und dem Gameplay. Dafür werdet ihr sehen, dass die Ideenschmiede sich beim letzten Zombie-General einen freien Tag genommen hatte und der ultimative Bossgegner scheinbar aus einem Abend voller Alkohol und anderen Drogen entstanden ist.

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Stark zu Beginn; später nur noch eintönig.
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Es ist bedauernswerterweise die Geschichte dieses Spiels, stark anzufangen und dann noch stärker nachzulassen. Das betrifft den Humor, den Einfallsreichtum, die Bossgegner, die Story und und und... Das klingt zwar ziemlich traurig, aber es gibt nur eine einzige Sache, die im Verlauf dieses Abenteuers nicht immer schlechter wird.

Und das ist das Gameplay. Denn was noch nie höher als am Fußboden gekratzt hat, kann schwerlich noch tiefer sinken. Das ewige Rumdrücken auf drei Tasten, andauernde Ausweichen und im späteren Spielverlauf auch Geballer mit der Kettensägenkanone ist einfach nur langweilig und fühlt sich in den Händen irgendwann an wie eine nahende Arthritis.

Hinzu kommen immer wieder Quick-Time-Events, die über Leben und Tod entscheiden. Leider ist ihre Einbindung nicht sehr geschickt und meist nur nervig. Und wenn man dabei stirbt, bemerkt man, dass die Checkpoints doch teilweise sehr unvorteilhaft gewählt wurden.

Ehre, wem Ehre gebührt

Die Cel-shaded Animation ist nicht jedermanns Geschmack. Es muss einfach das richtige Spiel sein, um diese Art der Grafik zu rechtfertigen. Aber man darf wohl sagen: wenn ein Buffy-Verschnitt, mit dem Verstand von Hello Kitty und der brachialen Gewalt von Bayonetta, gepaart mit einer rosa Kettensäge und viel zu kurzen Röcken, nicht die richtige Figur ist, welche ist es dann?

Und: Ehre, wem Ehre gebührt. Die Charaktere und Gegenstände, auf denen die meiste Aufmerksamkeit ruht, sehen richtig nett aus. Zwar bleibt die Frage, wie sinnvoll es ist, die Hauptfigur so detailarm darzustellen, wenn es doch gerade der Sinn ist, ihr dauernd unter den Rock und in die Bluse zu gucken... Aber zugegeben: schlecht ist was anderes.

Als Beispiel für schlecht dient nämlich fast alles andere: Umgebung, „normale“ Zombies, Explosionen... All das hat so wenig Liebe und Aufmerksamkeit bekommen wie der Großteil der Hintergrundgeschichte und das Gameplay.

Wichtiger war es offenbar, kreativ, verrückt und absolut anders zu sein. Das man diesen Bogen auch überspannen kann, war den Entwicklern allem Anschein nach nicht ganz klar. Versteht mich nicht falsch: Die Animationen und Spezialeffekte sehen echt klasse aus. Wer kein Problem mit rosa Herzen und jeder Menge Glitzer hat, wird hier ein wahres Effekt-Feuerwerk bekommen.

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Juliet unter den Rock zu gucken, bringt euch sogar eine Trophäe ein...
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Doch täuscht das nicht darüber hinweg, dass die Level stellenweise einfach nur aussehen, als hätte man sie in letzter Sekunde in das Spiel gekloppt. Die schönsten Animationen und Bewegungen des Hauptcharakters nützen mir nichts, wenn alles andere nur knapp über dem Durchschnitt und oft sogar darunter herumlungert.

Es ist vergleichbar, mit den erretteten Schülern. Zum besseren Verständnis: Ab und zu begegnet ihr Überlebenden, die es dann zu retten oder beschützen gilt. Wenn ihr versagt, verwandeln diese sich in mächtige Gegner. Wenn ihr es schafft, bekommt ihr einen Berg voll Münzen zum Einkaufen.

Und so ähnlich wie die Grafik bei den Hauptcharakteren schick ausschaut, werden einige „Gerettete“ per Helikopter abgeholt und Sicherheit gebracht oder flüchten durch Ausgänge... Und andere, vergleichbar mit dem ganzen Rest der Grafik, verschwinden einfach vor euren Augen oder rennen durch Wände. Das ist schade und hätte einfach nicht sein müssen.

Umso schöner ist es da doch, wenn man trotzdem noch etwas findet, was ganz besonders hervorsticht. Denn zwischen dem ganzen unnützen Müll, den es im Shop so zu kaufen gibt und den ihr als „Sammelobjekte“ freischalten könnt, gibt es auch noch einige echt großartige Musikstücke.

Einmal freigespielt, beziehungsweise gekauft, könnt ihr diese Titel fortan im Spiel laufen lassen, euch eigene Playlists zusammenstellen und einfach genießen. Diese Titel sind die perfekte Ergänzung für jeden, der das Spiel liebt und wieder und immer wieder durchspielen möchte. So habt ihr die Chance in anderen Kostümen und mit passender Musikuntermalung dem Bösen den Garaus zu machen. Und zwar so oft ihr wollt.

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Die Musik ist stellenweise cooler als die alternativen Klamotten.
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Die teilweise echt groovigen Hits passen gut zu dem erstklassigen Sound des Spiels. Die Kettensäge macht ordentlich „Vroooom“, Juliet stöhnt und kreischt besser als in jedem Zombiefilm, und die Synchronsprecher machen einen einwandfreien Job.

Dafür ist die Verträglichkeit zwischen Bild und Ton ganz schön getrübt, gibt es das Spiel schließlich nicht in Deutsch, sondern nur in Englisch mit deutschen Untertiteln. Wer der englischen Sprache also nicht so ganz mächtig ist, muss sich bei dem schnellen Bildwechsel oft entscheiden, ob er lieber sieht, was da so vonstatten geht, oder lieber den witzigen Unterhaltungen zwischen der Cheerleaderin und dem körperlosen Nick lauscht / liest.

Und zu guter Letzt: wem lieblose Grafik, seelenloses Gemetzel und gerade einmal fünf bis sieben Stunden Spielzeit nicht weiter stören, der wird zumindest mit einem furiosen Actionfeuerwerk, guten Sprüchen und spannenden Endkämpfen belohnt. Aber bedenkt: das hält nicht bis zum Ende an, denn Lollipop ist schnell ausgelutscht.