"Wegen dieses Spiels würde ich mir sogar eine PS3 kaufen", war einer der meistgehörten Sätze, die man am Leipziger Sony-Stand vernehmen konnte. Welches Spiel solche Kaufwut auslösen könnte? Killzone 2? Möööp! Resistance 2? Nöööö! Grand Turismo 5? Faaaaalsch! Ja was denn dann?

LittleBigPlanet lautet die Antwort! Obwohl schon seit Langem angekündigt, hatten wir erst auf der Games Convention 2008 die Möglichkeit, dieses heiß erwartete PS3-exklusive Spiel auszuprobieren und uns außerdem die Features des mächtigen Editors präsentieren zu lassen.

LittleBigPlanet - GC 2009 Trailer15 weitere Videos

LittleBigWas?

Was genau ist eigentlich LittleBigPlanet? So genau lässt sich das nur schwer beschreiben. Im Prinzip hat es einen Jump & Run-Kern, der jedoch mit vielen Geschicklichkeits-Prüfungen, Knobel-Rätseln und Elementen vieler anderer Spiele ausgebaut wurde. Der mit ca. 50 Leveln ausgestattete Singleplayer-Modus, für den man etwa 12,5 Stunden benötigt, stellt dabei jedoch lediglich die Spitze des Eisbergs dar.

LittleBigPlanet - Sackgesichter in Höchstform

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Die spielbaren Sackboys sind einfach zu niedlich.
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Im Mittelpunkt steht viel eher der sehr mächtige Editor, der jedem die Chance bietet, seine eigenen Levelkreationen zu erstellen und sie an die PSN-Community weiterzugeben, und auf diese Weise das Spielerlebnis um ein Vielfaches verstärken und verlängern soll. Leo Cubbin vom Entwicklerstudio Media Molecule brachte uns diese Features in einer ausgedehnten Session näher, doch zunächst kurz zurück zum Singleplayer-Modus.

Der Witz an der Sache

In den Hallen der GC konnten zwei Levels ausprobiert werden. Auffällig war dabei die eher träge Reaktionszeit der Männekens ("Sackboy" genannt), an die man sich erst gewöhnen muss. Das Interessante am Gameplay ist vor allem die enorme Vielseitigkeit.

Hier schwingt man über Abgründe, dort wippt man sich an Hindernissen vorbei, an anderer Stelle setzt man zunächst eine Hebel-Funktion in Gang, verschiebt Objekte, sucht nach geheimen Schaltern oder löst knackige Rätsel. Das Coole: Ihr dürft all das nicht nur alleine, sondern im Koop-Modus mit bis zu drei weiteren Mitspielern zocken. Teilweise spielt man gegeneinander, aber meist miteinander - viele Aufgaben sind im Team sogar besser oder einfacher zu lösen.

LittleBigPlanet - Sackgesichter in Höchstform

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Die Level sprühen nur so vor witzigen Einfällen.
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Sollte jemand an einem Hindernis scheitern und etwa ins Feuer fallen (wobei sich die Figur in Rauch auflöst), sorgen fair gesetzt Checkpoints für den schnellen Wiedereinstieg ins lustige Geschehen. Sobald ein Mitglied des Teams einen Checkpoint freigeschaltet hat, respawnen alle Spieler an diesem Punkt.

Der Witz an Little Big Planet ist, dass sich der Editor-Modus ("My Moon“) mindestens genauso intuitiv und leicht spielt, wie die vorgefertigten Missionen. Das Erstellen eigener Levels und eigener Sackboys geht schon nach wenigen Minuten so leicht von der Hand, als hätte man noch nie etwas anderes gemacht. Die Tools lassen sich mit wenigen Tasten beherrschen und in Windeseile entsteht - auch in Zusammenarbeit mit einem Mitspieler - eine neue Spielwelt.

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Neben Springen und Laufen gehört auch das Lösen von Rätseln zu euren Aufgaben.
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Im Prinzip tollt man gemeinsam durch die Levels und probiert on the fly aus, was man da gerade erstellt. So plumpst man in die selbst erstellten Fallen oder scheitert evtl. an zu schweren Hindernissen und nimmt umgehend die notwendigen Änderungen vor.

My Moon!

Auf Wunsch verwendet man vorhandene Templates oder erstellt sich eigene Vorlagen. Wer eine Kamera für seine PS3 besitzt, kann sie ebenfalls spielerisch leicht in den kreativen Prozess mit einbeziehen. Wer seine Objekte etwa mit einem Hintergrund aus der realen Welt belegen will, nimmt schnell ein Foto seiner Umgebung auf und schon landet Opa auf einem der Klötzchen im Spiel. Der Fantasie sind hierbei kaum Grenzen gesetzt.

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Im Editor entstehen neue Spielwelten.
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Wer jetzt Angst davor hat, dass jemand Unfug treibt und Material online stellt, das z.B. nicht jugendfrei ist, kann aufatmen. Die Entwickler versichern, dass es, ähnlich wie bei SingStar, ein System geben wird, mit dem man solche Verstöße melden kann. Außerdem sei die Hemmung bei PSN, solche Dinge einzustellen, viel größer als im offenen Internet. Schließlich sei man dort ja mit seinem richtigen Namen angemeldet, so Producer Cubbin.

Absolut knuffig und spielerisch eine Wucht: Koop-Modus und Editor verlängern den Spielspaß ins Unendliche.Ausblick lesen

Über einfache Menüs hat man Zugang zur weltweiten Little Big Planet Community und kann damit seine Kreationen übertragen oder die Levels anderer Gamer herunterladen. Es gibt zig Möglichkeiten sich Tags zu setzen, Favoriten zu kennzeichnen, sich auszutauschen, andere Levels zu bearbeiten oder Tipps an ihre Kreatoren zu versenden.

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Selbst solch ungewöhnlichen Kreationen können über PSN getauscht werden.
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Möglich macht das alles auch ein leicht zu bedienender Online Level Browser, mit dem ihr optimalen Überblick über alle vorhandenen Kreationen haben sollt und ihr Menü des "Info Moon" unzählige Statistiken über Levels und Freunde findet - sofern diese für die Allgemeinheit freigegeben wurden. Es soll zudem möglich sein, das Freischalten nur auf bestimmte User(gruppen) zu beschränken.