Piraten. Sie sind so widersprüchlich wie nur irgendein kulturelles Phänomen unserer Welt. Einst gefürchtete Verbrecher, dann romantisierte Freigeister, später kulturelle Gegenstücke zu Ninja und nun, besonders vor den Küsten Afrikas und Südostasiens, wieder gefürchtete Verbrecher.
Kaum erkennbare Neuerungen und ein immer noch fehlender Online-Modus enttäuschen, doch das charmante Piratenabenteuer im Klotzland ist ein unkomplizierter Spaß.FazitUnd irgendwo in diesem blutigen Cocktail aus memetischer Mutation, Abenteuerliteratur und Papageienfetisch kam noch ein gehöriger Schuss Comedy und Kinderfreundlichkeit hinzu – sodass ich nun ein Action-Adventure vor mir habe, das auf einem Kinofilm basiert, der auf einer Attraktion in Disneyworld basiert, die auf Seeräubern basiert. Seeräubern aus Bauklötzchen. Oder so ähnlich.
Ansehnlich, ansehnlich. Das Lego-Abenteuer ist wie üblich hübsch anzuschauen.Seit 2005 bringt die britische Softwareschmiede Traveller's Tales Videospiele mit einer Frequenz und Geschwindigkeit hervor, wie man sie sonst nur von Filmen für Erwachsene erwartet. Der Inhalt ist immer derselbe: ein erfolgreiches, bereits etabliertes Franchise wird genommen und komplett ins Lego-Universum verfrachtet, in dem Blöcke und Klötze eine Welt erschaffen, die uns neu und doch gleichzeitig vertraut erscheint. Nach Star Wars, Indiana Jones, Batman und Harry Potter hat es also diesmal Jack Sparrow, Will Turner und den Rest der lustigen Freibeuter aus Pirates of the Caribbean erwischt.
Und damit wäre die Rezension dann auch beendet... würde ich gerne schreiben, darf es aber nicht. Tatsächlich ist für einen Außenstehenden sehr schwer bis gar nicht nachzuvollziehen, worin sich die diversen Action-Adventures im Bauklotzland überhaupt unterscheiden, und die Versuchung ist groß, einfach zu sagen: „Japp, alles wie immer, Feierabend!“. Obgleich sich an der grundlegenden Formel, den Mechaniken und Zielen nichts Elementares geändert hat, sind es gerade die Nuancen und Details, die Fans interessieren dürften.
Die Effekte können sich auf jeden Fall sehen lassen.Und darüber hinaus: ob es Experimente gibt. Schließlich versucht die Lego-Reihe in regelmäßigen Abständen, mittels diverser Genre-Überkreuzungen ihr Publikum zu verbreitern. Zuletzt wurde Lego Star Wars III mit halbherzigen Strategie-Elementen geschmückt, zuvor hatten wir bei Harry Potter, fast wie in einem Rollenspiel, nach und nach Zaubersprüche zu lernen. Was werden wir diesmal erleben? Wirtschaftssimulation? Oder gar einen Angriff der Puzzlepiraten?
Nö, nichts dergleichen. Lego PotC ist sehr bodenständig geblieben und setzt ausschließlich auf die bewährte Hops- und Baukost. Man rennt durch die Level, sammelt Steinchen und wenn man besonders ehrgeizig ist, rennt man noch mal durch die Level und sammelt noch mehr Steinchen. Zwischendurch landet man im Hub, einer zentralen Anlaufstelle, die wie ein Hafen aussieht und von der aus man die einzelnen Level anwählen kann. Hier kann man mit den erbeuteten Lego-Steinen neue Figuren freischalten und einige zusätzliche Schätze finden. Klingt vertraut, oder?
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Wobei ich denke, dass Miriamel meinte, dass man nicht Weiteres einstellen kann, also Detailgrad, AA, AF whatsoever. Kenne die Lego Spiele nicht. War nur sone Vermutung....
Könnte daran liegen, dass 99% aller Spieler Monitore mit diesen Seitenverhältnissen besitzen. ;)
Ich rede nicht vom Free Play, ich rede von Bugs, die im Storymodus das Vorankommen gänzlich verunmöglichen.
Wie gesagt, ich hab fast alle Lego-Teile gespielt (und bin seit 2004 dabei), ich kenn mich mit den Dingern aus.
Ausserdem hab ich Lego Pirates mittlerweile auf 100%.
Die Lego Pirates demo fand ich übrigens spaßiger als alle anderen Lego Teile bevor. Die Grafik war ausserdem echt stimmig und toll.
Was mir noch aufgefallen ist: Ich musste etliche Male einige Levels neustarten beim ersten Durchspielen im Storymodus, weil mal wieder ein Charakter festhing oder irgendwas nicht durchdacht war und darum nicht mehr lösbar war (besonders das Level in London), wenn man ein wenig rumprobierte, statt gleich die Lösung zu kennen.
Da wurde offenbar nicht genug getestet.
Jack Sparrow erhält die Quest "Finde die Black Pearl". Er sieht auf seinen Kompass und weiß, wo die nächste Ort ist, der zum Absolvieren der Quest nötig ist.
Und später erhält er eine Karte, die ihm beim Suchen der Questort noch mehr behilflich ist.
Ist das alles ein Zufall?