David HainYoda, Luke, Obi Wan und Darth Vader hauen sich gegenseitig die Lichtsäbel um die Plastiklöffel, sammeln bunte Steinchen und bauen kleine Brücken – sowohl in die Landschaft als auch in die Herzen der Spieler. Mit eben diesen Tugenden und Ideen wurde die Lego Star Wars Saga vor drei Jahren zum Überraschungshit und machte eines ganz deutlich: Auch Simpel-Konzepte können süchtig machen.
Logisch, dass Entwickler Travelers Tales da nachlegt. Nach dem Krieg der Sterne konzentriert man sich dieses Mal auf eine andere Ikone des Abenteuer-Kinos und lässt Indiana Jones von der virtuellen Leine… pardon Peitsche. Ob als „Jäger des verlorenen Schatzes“, im „Tempel des Todes“ oder während des „letzten Kreuzzuges“ – jeder der drei großen Film-Vorgänger wird auf gewohnt witzige Weise legofiziert.
Durch und durch spaßiges Klötzchen- Abenteuer mit technischen Mängeln, das vor allem im genialen Koop-Modus richtig aufdreht.FazitBei derart großem Erfolg kann man es Travelers Tales kaum verübeln, dass sie sich bei ihrer zweiten Kinoumsetzung auf bewährte Gameplay-Ideen verlassen. Wer die Sternensaga bereits mit geschlossenen Augen durchspielt, wird also dementsprechend wenig Überraschungen erleben: Es wird gesprungen, gebastelt und geboxt, nebenbei sammelt man bunte Steinchen, Artefakte, knobelt sich durch Rätsel oder lacht über die herrlich abgedrehten Animationen.
Berühmte Filmszenen wie diese werden munter auf den Kopf gestellt.Dabei hangelt ihr euch durch allerlei Schlüsselszenen der Indiana Jones-Filme, vom Fund der Bundeslade über die Fahrt in der Lore in den Höhlen des Todestempels bis zur legendären Schlacht auf den Panzern der Deutschen im dritten Indy-Kinoabenteuer. Vor und nach jeder Mission geben die lustigen Plastikmännchen in genial-witzigen Zwischensequenzen ihre ganz eigene Interpretation dieser Szenen zum Besten.
Natürlich bedient sich Lego Indy damit relativ frech an den Star Wars-Vorgängern, bringt aber dennoch eine ganze Reihe frischer Ideen mit sich. Die Charaktere, die ihr im Laufe der Storykampagne freispielt, haben zum Beispiel noch individuellere Fähigkeiten als Luke, Obi Wan und Co. Indy selbst greift beispielsweise besonders gern zur Peitsche, sein alter Herr entschlüsselt mit einem Buch kryptische Symbole und Sängerin Charlie bringt mit ihrer schrillen Stimme sogar Glas zum Bersten.
Indy schwingt in bestimmten Situationen stilecht die Peitsche.Damit die Fähigkeiten nicht zur reinen Staffage verkommen, bindet Travelers Tales diese geschickt ins Leveldesign ein – viele Puzzles lassen sich nur lösen, wenn der Spieler cleveren Gebrauch davon macht. Auch neu: Geleitet ihr Indy durch ein Gebiet voller Schlangen, verweigert der störrische Archäologe plötzlich die Mitarbeit, die Damenwelt fürchtet sich hingegen besonders vor Spinnen – die Viecher sind aber auch eklig. Dieses Phobien-System zwingt euch, noch häufiger zwischen den Charakteren zu wechseln.

Nuklon13.06.2008 11:02
Arkem11.06.2008 02:50
Harvey10.06.2008 15:16
von Activision, Traveller's Tales
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