Vom Smartphone auf den 3DS: Die Knobelserie kommt nach Hause, allerdings schickt Hershel Layton nun seine Tochter Katrielle zum Rätsellösen. Ob uns das Rätselspiel wie auch seine Vorgänger begeistert, erfahrt ihr im Test zu Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre.

Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre - Story - Launch-Trailer

Erfolgreiche Videospielreihen enden meist nie so ganz: Obgleich die Saga um den smarten Professor Hershel Layton 2013 mit dem Vermächtnis von Aslant offiziell beendet wurde, hat Level-5 dieses Jahr ein neues Layton-Spiel im Angebot. Dort übernimmt Layton-Tochter Katrielle die Ermittlungen und schon kann es wieder losgehen. Nachdem die Verschwörung der Millionäre bereits im Juli auf iOS- und Android-Geräten aufgedeckt wurde, kommt der 3DS erst jetzt an die Reihe.

Die zweite Layton-Generation - Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre

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Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre im Test: Dieses Mal übernehmt ihr die Rolle von Tochter Katrielle
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Es gibt zwischen den Versionen quasi keine Unterschiede, allerdings ist das Spiel auf dem 3DS mit knapp 40 Euro mehr als doppelt so teuer wie die Mobile-Fassungen. Dafür profitiert man vom Stylus, der den meisten Smartphones fehlt. Für Besitzer des New 2DS XL gilt das nur eingeschränkt, denn dessen winziger Stylus ist auf Dauer nicht sehr komfortabel. Zumindest müssen 2DS-Besitzer nicht auf 3D-Grafik verzichten, denn die gibt’s grundsätzlich nicht.

Ein neuer Rätselmeister

Ganz nach dem Motto „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ eifert Katrielle ihrem im Rahmen der Story verschwundenen Vater nach: Sie bereist allerlei statische 2D-Schauplätze innerhalb Londons und sucht dort minutiös alles nach Gesprächspartnern, Hinweismünzen und Rätseln ab. Die über 100 Rätsel bilden das spielerische Herzstück des Spiels. In der Vergangenheit wurden sie stets vom japanischen Psychologen Akira Tago entworfen, der 2016 leider verstorben ist. Kuniaki Iwanami hat das Entwerfen der Rätsel nun übernommen – und sich selbst damit offenbar auch. Manchmal sind die Aufgabenstellungen unklar oder verwirrend, die Auflösungen überraschend bis nicht nachvollziehbar. Das gab es vereinzelt auch schon in früheren Episoden, hier taucht es aber unangenehm häufig auf.

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Wirklich rätseln müsst ihr nicht: Schade!
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Ein Kinderspiel sind hingegen die mehr als 10 übergeordneten Fälle, die Detektivin Katrielle im Rahmen der Story lösen muss, denn entscheidende Hinweise sammelt ihr im Spielverlauf automatisch ein. Und obwohl ihr diese Hinweise als kleine Puzzlestücke auf dem Bildschirm zusammensetzen müsst, zieht Katrielle ohne euer Zutun alle nötigen Schlüsse aus den Ermittlungen. Hier wird ein detektivischer Überbau vorgegaukelt, der euch aber gar nichts abverlangt.

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Katrielle und ihr Hund Sherl O.C. Kholmes
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Sherl O.C. Kholmes – im Ernst?

Das Spiel kommt gewohnt und betont leichtherzig daher, überspannt dabei aber gelegentlich den Bogen. Klar, bei Layton-Spielen gab es schon immer kuriose Charakter-Namen, aber muss der Hund wirklich Sherl O.C. Kholmes getauft werden? Und wenn man den vermeintlich Leidtragenden in einem Mordfall Spitznamen geben will, dann funktionieren Vic und Tim im Englischen gerade noch. Aber im Deutschen hätte man besser nicht Op und Fer (für Opal und Ferdinand) daraus gemacht. So wird der eigentlich putzige Humor des Spiels dann und wann zu albern. Die immer wieder eingestreuten Filmsequenzen und die vielen gut vertonten Abschnitte versöhnen damit ein wenig.

Viele weitere Elemente sind altbewährt: Durch fleißiges Absuchen und Antippen findet ihr nahezu überall besagte Hinweismünzen, von denen ihr eine bis fünf in Tipps zu einzelnen Rätseln investieren könnt. So wird gewährleistet, dass ihr nicht steckenbleibt. Außerdem gibt es allerlei Nebenbeschäftigungen, bei denen ihr Katrielle zum Beispiel in neue Outfits steckt oder sie ein möglichst perfektes Dinner für ihre Gäste arrangieren lasst. Auch ohne all diese optionalen Aufgaben beschäftigen euch die Fälle bereits für 15 bis 20 Spielstunden.