Erneute Vorwürfe gegen Rockstar: Ehemalige Mitarbeiter klagen sich über schlechte Arbeitsbedingungen beim unabhängigen 'L.A. Noire'-Entwickler Team Bondi. Einer der Gründe, weshalb sie dem Unternehmen den Rücken kehrten, waren die teilweise enormen Überstunden.

L.A. Noire - Schlechte Arbeitsbedingungen - erneute Vorwürfe gegen Rockstar

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Insgesamt wurde über 7 Jahre an L.A. Noire gearbeitet
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Dabei berichtet ein Mitarbeiter, er sei gezwungen worden, sieben Tage in der Woche und täglich zwischen zehn bis zwölf Stunden zu arbeiten. Zudem drohten die Vorgesetzten damit, diejenigen Mitarbeiter nicht mit in den Credits des Spieles aufzuführen, die bei dem Entwickler nicht bis zur Fertigstellung von L.A. Noire bleiben.

Ein ehemaliger Mitarbeiter, der nach drei Jahren Mitarbeit an dem Spiel das Unternehmen verlassen hatte, bezeichnet das Umfeld als unflexibel und frei von Anerkennung. Letztendlich habe er sich zurückgezogen, weil es mit seiner geistigen Gesundheit immer weiter bergab ging.

Er wird wegen seiner Kündigung auch nicht in den Credits erwähnt, wobei er selbst glaube, dass die fehlende Erwähnung keinen Einfluss auf seine Karriere haben würde. Dennoch möchte er für seine Mitarbeit anerkannt werden - nicht zuletzt auch deshalb, weil er immerhin 25 Prozent seines beruflichen Lebens dem Spiel widmete.

Unter Lanoirecredits.com stellten ehemalige Mitarbeiter eine Website online, auf der über 100 Leute gelistet werden, die nicht in die offiziellen Credits mit aufgenommen wurden.

Einige von euch dürften jetzt ein Déjà-vu haben. Bereits im letzten Jahr warfen ehemalige Mitarbeiter Rockstar katastrophale Arbeitsbedingungen vor, darunter in den Studios zu Max Payne 3 und Red Dead Redemption.

L.A. Noire ist für PS3, Xbox 360, seit dem 11. November 2011 für PC, seit dem 14. November 2017 für Nintendo Switch, PS4 und Xbox One erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.