Wenn es nach der Universal Music Group (UMG) ginge, dürften wir unsere Datenträger bald nicht mehr in den Müll werfen. Das Unternehmen glaubt, dass sämtliche Rechte an den Daten - und somit auch am Datenträger - auch nach dem Verkauf beim Label bleiben. Käufer der Datenträger hätten nur eine Lizenz zur Nutzung des Materials.

Eigentlich klagt UMG gegen den Verkauf gebrauchter Datenträger. Doch der Muster-Prozess gegen einen Amerikaner, der Promo-CDs auf eBay verkauft hatte, spornt das Unternehmen offensichtlich an, neben dem Verkauf gleich noch das Verschenken und sogar das Wegwerfen der Datenträger unter Strafe stellen zu lassen.

Sollte ein solches Gesetz für die Musikbranche in Kraft treten, wäre es auch analog für Videospiele und Medien generell anwendbar. Auch - und das ist ein erschreckender Gedanke - für die Berge von AOL-CDs, die immer noch in den Kellern dieser Welt einlagern...