Erst im September änderte Sony die Nutzungsbedingungen für das PlayStation Network und fügte einen neuen Absatz hinzu, nach dem sich die User dazu verpflichteten, ihr Recht auf eine Sammelklage aufzugeben und sich stattdessen direkt mit Sony in Kontakt zu setzen.

Kurioses - Wegen Klageverbot: Mann verklagt Sony

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Sony wurde angeklagt, weil sie das Klagen in ihren Nutzungsbestimmungen "verbieten"
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Eine Sammelklage ist in den USA üblich und wird gerne verwendet, um großen Druck auf ein Unternehmen auszuüben. Für Amerikaner also ein Unding, dass Sony eine solche Klausel einbringt. In Deutschland gibt es übrigens keine Sammelklagen.

Nun reichte ein PSN-User Klage gegen Sony ein. Dieser wirft Sony unter anderem vor, dass die Spieler dazu gezwungen wurden, den Vertrag zu akzeptieren, da sie sonst nicht mehr auf den Online-Service zugreifen hätten können. Manche Spieler bezahlen schließlich auch dafür (PlayStation Plus).

Weiterhin wird angegeben, dass die neuen Nuzungsbedinungen nur auf der Konsole angezeigt worden sind, nicht aber online zugänglich waren, wie es normalerweise üblich ist. Sony verstecke den Absatz der Klausel und weise die User nicht darauf hin.

Bislang liegt noch keine Stellungnahme von Sony vor. Ob der Kläger aber sein Recht bekommt, ist fraglich. Sony ist nämlich nicht das erste Unternehmen, welches seinen Kunden Sammelklagen via Nutzungsbedinungen unterbindet. Beim Mobilfunkanbieter AT&T war es ähnlich - er ging letztendlich als Sieger hervor.