Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist wohl eine der schlimmsten Erfahrungen, die man in seinem Leben machen kann. Ein japanisches Unternehmen bedient sich nun bei der Augmented-Reality-Technologie, um die Trauer der Hinterbliebenen zu mindern. Sie bieten die Möglichkeit, die Verstorbenen direkt an ihrem Grab zu besuchen und wiederzusehen.

Kurioses - Verstorbene Familienmitglieder dank AR-Technologie besuchen

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So soll die AR-Technologie trauernden Angehörigen helfen.
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Der Service funktioniert etwa so: Kunden können sich einen bestimmten Punkt auf der Welt aussuchen, an dem persönliche Nachrichten samt eigenem Foto oder Video über das Smartphone abgespielt werden. Die Technologie kann auch im Vorfeld von einem Kunden gebucht werden, damit sie im Falle seines Todes als Andenken für seine Familie dient. Das Ganze kostet 500 Yen (knapp vier Euro) im Monat und kann so lang aufrechterhalten werden, bis die Kunden den Abo-Service abbestellen. Um mit der Trauer besser umzugehen, bietet das Unternehmen auch einen kostenlosen Service im ersten Jahr nach dem Ableben eines Familienmitglieds.

Fortschritte der AR-Technologie

Das ist nicht der erste Vorstoß der AR-Technologie in neue Gefilde. Neben Pokémon Go und anderen Spielen gibt es auch noch einen "Pinguin Navi" in Ikebukuro, Japan. Schaut man mit der App durch sein Handy, werden Pinguine angezeigt, die in die Richtung des örtlichen Aquariums watscheln. Kurz nach der Einführung dieser Technologie vor drei Jahren verzeichnete das Aquarium einen Anstieg der Besucherzahlen von mehr als 152 Prozent.