Nicht nur wegen ihrer Gewaltdarstellungen geraten Computerspiele zunehmend in die Kritik, auch virtuelle sexuelle Handlungen in Titeln wie Second Life oder Grand Theft Auto: San Andreas sind Sittenwächtern ein Dorn im Auge. Die netzeitung.de hat daher bei Rechtsanwalt Stephan Mathé nachgefragt, was erlaubt ist und was nicht.

Die Antwort ist eindeutig: Das Gesetz verbietet es, Kindern und Jugendlichen pornographisches Material zur Verfügung zu stellen. Unter Pornographie wiederum versteht der Gesetzgeber " wenn das Sexualverhalten grob und gefühlsarm dargestellt wird und die Akteure reduziert sind auf ihre Funktion als auswechselbare Sexualobjekte." Da das Recht keine Unterschiede macht zwischen der Darstellung realer oder virtueller Personen, zwischen echter Home-Stripperin oder gezeichneter Manga-Braut, fallen darunter auch beispielsweise Swingerclub-Besuche in Spielen wie Second Life. Solche Inhalte sind demnach erlaubt, dürfen aber Kindern nicht zugänglich gemacht werden.

Selbstverständlich bedeutet das dann aber auch, dass jede sexuelle Darstellung, die "in echt" nicht erlaubt ist, auch in Computerspielen grundsätzlich unter Strafe steht. Darunter fallen etwa Kinderpornos und Sex mit Tieren - und zwar mit Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren...