Ebay-Mitglieder kennen das: Jedes Jahr nach Weihnachten flattert eine Mail mit dem Betreff "Ungewünschte Weihnachtsgeschenke verkaufen" in den virtuellen Briefkasten. An sich keine schlechte Idee - und sicherlich wechseln auf diesem Wege einige Tausend unerwünschte Geschenke von Schwiegermama und Co Jahr für Jahr den Besitzer über die Online-Auktionsplattform. Für den Käufer ist eine solche Transaktion zwar (meistens) lohnend, Nervenkitzel und Spannung kommen aber deutlich zu kurz. Viel interessanter wäre es doch, ungeöffnete Geschenke zu ersteigern. Oder?

Das dachte sich zumindest Ebay-Mitglied "bienchen230586" - und versteigerte kurzerhand zwei ungeöffnete Weihnachtsgeschenke. "Seid bitte so nett, wenn ihr sie ersteigern solltet, mir nicht zu schreiben, um was es sich handelt, denn ich will es wirklich nicht wissen" bittet das bienchen, denn sie sei es "leid, Jahr für Jahr die Geschenke dieser wirklich netten Person (sei es die "liebe Mutti" oder die "liebe Schwiegermama" oder einfach ein "toller Freund") auszupacken, die mit so viel Verstand und Liebenswürdigkeit ausgesucht wurden". Verstanden? Egal! Wir auch nicht.

Das Geschäftsmodell scheint jedoch aufzugehen - immerhin 36,49€ zahlte der Höchstbietende. Nach dem WLAN-Kabel (aus "78 Prozent Stickstoff, 22 Prozent Sauerstoff und anderen Edelgasen"), welches 2004 für knapp über 10 Euro versteigert wurde, wundert uns aber ohnehin nichts mehr...

Ach ja: Solltet ihr die ungeöffneten Geschenke ersteigert haben: Schreibt uns, was drin war. Im Gegensatz zum bienchen interessiert uns das nämlich.