Web 2.0 ist eine tolle Erfindung. Aber, wie wir alle wissen, nicht ganz risikolos. Facebook ist kürzlich auf ein paar Witzbolde hereingefallen, die sich anboten, bei der türkischen Übersetzung des sozialen Netzwerkes zu helfen. Das führte zu, im wahrsten Sinne des Wortes, peinlichen Ergebnissen.

Kurioses - Türkische Übersetzung macht Facebook zu Fuckbook

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Einem Posting auf dem Inci Sözlük Forum zufolge, dass die Pläne für den Missbrauch der Bewerbungsmöglichkeit für Facebookübersetzungen schildert und dem Amüsement der Forenmitglieder dienen sollte, war der „Angriff“ ein totaler Erfolg.
Bei einer Auswahl von 56 Worten und Phrasen die gewöhnlich auf Facebook verwendet werden (Worte wie „Mag ich“ oder „Ihre Nachricht konnte nicht gesendet werden, weil der User offline ist.“), wurden in ihrer türkischen Übersetzung … nun sagen wir mal „verfeinert“.

Die Scherzbolde nutzen das offizielle Facebook Translate Interface, eine Crowdsourcing-Methode um die Übersetzungsgenauigkeit der Seite zu verbessern. Die Forenmitglieder stießen dann ausreichend Abstimmungen an, um diese Übersetzungen zu pushen, sodass sie für jeden der Facebook auf Türkisch sehen konnte, lesbar waren.

Das führte bei einigen zu Amüsement, bei anderen eher zu roten Ohren. So wurde die Phrase „Mag ich“ beispielsweise mit „Ficken“ übersetzt. Oder der Satz „Ihre Nachricht konnte nicht gesendet werden, weil der User offline ist“, wurde zu „Ihre Nachricht konnte nicht gesendet werden, weil Sie einen kleinen Penis haben.“

Facebook hat den Übersetzungsdienst mittlerweile für viele Sprachen abgeschaltet und die ungewollten Übersetzungen zurückgesetzt. Es ist aber nicht unbedingt klar, ob das mit der türkischen „Fuckbook-Attacke“ zusammenhängt.

Ein interessantes Detail ist, dass es scheinbar niemanden gibt, der den automatischen Übersetzungsdienst überwacht. Hier könnten Kriminelle auch verschleierte URLs anstelle der häufig gebrauchten Phrasen einfügen. Glüklicherweise wurde dieses Sicherheitsloch durch ein paar Spaßvögel enttarnt, bevor etwas wirklich dramatisches passieren konnte.

Auf jeden Fall sollte jeder soziale Übersetzungsdienst einen Qualitätscheck vorschalten, bevor das Werk dann online geht – oder gar an Firmen oder Regierungen verschickt wird.