In Taipeh ereignete sich ein tragischer Todesfall in einem Internetcafé. Ein 23-jähriger Mann starb, offensichtlich ignoriert von allen anderen Anwesenden, während er World of Warcraft spielte. Die Todesursache: Multiples Organversagen durch Erschöpfung.

Kurioses - Tod beim WoW-Spielen

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In starrer Haltung vor dem PC gestorben: Chen Jung-yu wurde erst 10 Stunden nach seinem Ableben beachtet.
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Nachdem der junge Chen Jung-yu, der als Techniker beim ortsansässigen Kabelfernsehunternehem Taoyan Cable TV arbeitete, 10 Stunden durchgehend World of Warcraft spielte, brach er offenbar völlig entkräftet tot vor dem Computer zusammen, den er in einem Internetcafé angemietet hatte.

Beachtet wurde der junge Mann nicht. Die anderen Spieler und auch das Personal gingen davon aus, dass er lediglich am Computer eingeschlafen war - was wohl durchaus passieren kann. Man schenkte der Leiche also keine weitere Aufmerksamkeit. Immerhin hatte er für 23 Stunden bezahlt. Erst, als die bezahlte Zeit beendet war, ging ein Mitarbeiter des Internetcafés auf den Toten zu und versuchte ihn zu wecken. Erst als dies, aus verständlichen Gründen, misslang, bemerkte er die starre Sitzhaltung.

Da die Hände des Toten nach wie vor ausgestreckt waren und Maus und Tastatur umklammerten, gingen alle Anwesenden davon aus, dass er immer noch spielte. Die anderen Spieler im Internetcafé gaben an, dass sie erst, als die Polizei anfing, sie zu befragen, festgestellt hätten, dass etwas passiert sein musste. Immerhin saßen auch sie die ganze Zeit vor ihren Computern und haben sich für ihre Umgebung nur wenig interessiert.

Eine angeordnete Obduktion des Toten ergab, dass Chen Jung-yu an multiplem Organversagen starb, was durch Unterkühlung, Bewegungs- und Sauerstoffmangel (der durch die verrauchte Luft im Internetcafé begünstigt wurde) starb, nachdem er die Nacht durchgemacht hatte, um zu zocken. Möglicherweise hatte sich bedingt durch die starre Sitzhaltung eine kleinere Thrombose gebildet, welche sich, verursacht durch eine spontane Bewegung und die damit einhergehende Blutzirkulation, löste und in der Lunge festsetzte. Eine derartige Lungenembolie kann dann, in Kombination mit allen anderen Ursachen, zu einem plötzlichen Tod führen.