Ist das Internet Teufelswerk? Nein, das sicher nicht, immerhin erkennt auch die katholische Kirche den Wert der neuen Kommunikationsmöglichkeiten an. Mit ihrer Hilfe können viel mehr Menschen den Weg zum Glauben finden. Aber, bedauerlicherweise, nicht nur zum christlichen.

Auf einer Konferenz bei der päpstlichen Regina Apostolorum Universität in Rom, die sich unter der Autorität des Vatikans befindet, ging es unter anderem um das Problem des Exorzismus. Es wäre in letzter Zeit zu einer dramatischen Zunahme der Exorzismusfälle gekommen - und das Internet wäre schuld daran.

„Das Internet macht es viel einfacher als früher, Informationen über den Satanismus zu finden. In nur ein paar Minuten kann man Kontakt zu satanistischen Gruppen aufnehmen und sich über Okkultismus informieren. Die Konferenz handelt nicht davon, wie man Exorzist wird, es geht viel mehr darum, Informationen über den Exorzismus, Satanismus und Sekten zu teilen“, sagte Carlo Climati, der als Mitglied der Universität Spezialist für die Gefahren ist, denen junge Leute durch den Satanismus ausgesetzt sind.

Das hat aber auch einen Vorteil für die Glaubenswächter und Exorzisten: Das Internet macht es nämlich auch möglich, satanistische Rituale zu und Praktiken zu erforschen, da man sonst kaum Zugang zu derlei Informationen gehabt hätte.

Somit ist das Internet für die Priester ein zweischneidiges Schwert: Einerseits finden Jugendliche Informationen über den Satanismus - andererseits finden die Priester sie aber auch und können damit möglicherweise Gegenmaßnahmen einleiten.