Das Computerspiel "The Artist is present" könnte das langweiligste Spiel überhaupt sein. Dieses basiert auf einer Aktion der Künstlerin Marina Abramovic, die sich im letzten Jahr im New Yorker Museum of Modern Art an einen Holztisch setzte und 75 Tage schweigend auf ihrem Stuhl verbrachte.

Kurioses - Ein Spiel, bei dem man Schlange steht und Stunden warten muss

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Kunst oder totaler Blödsinn?
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Ihr gegenüber stand ein weiterer Stuhl, auf dem sich Museumsbesucher setzen und somit ein Teil dieser "Kunst" sein konnten. Diese Aktion sorgte weltweit für Aufsehen und sorgte dafür, dass Menschen stundenlang Schlange standen, um sich selbst vor die Künstlerin auf den Stuhl zu setzen.

Und jetzt gibt es dazu mit The Artist is present das Spiel. Der Spieler stellt sich mehrere Stunden in der Warteschlange an und versucht die Künstlerin zu erreichen. Programmierer Pippin Barr sagt dazu: "Die Idee, Abramovics Aktion zu einem Spiel zu machen, war eigentlich nur ein verrückter Einfall."

Es würde laut Barr nur wenige Spiele geben, die sich so stark am echten Leben orientieren: "Die Aktion bot viele Aspekte, die sich dafür anbieten, in ein Spiel übertragen zu werden - besonders die Idee des Wartens auf eine sehr subjektive Belohnung."

Und Barr hat auch gleich eine Idee, wie man das Genre nennen könnte: "Das Spiel ist definitiv kein Shooter, sondern ein Waiter."

Cheaten bzw. vordrängeln ist übrigens nicht möglich. Wer es dennoch versucht, muss sich wieder ganz hinten anstellen. Witzigerweise könnten vor allem Interessierte aus Europa schon beim Start das Handtuch werfen: das virtuelle Museum hat die gleichen Öffnungszeiten wie das Original: Dienstags geschlossen, Mittwoch bis Montag jeweils geöffnet von 16.30 bis 23.30 Uhr deutscher Zeit.